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Chrischona-Steckborn
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Interview mit Helen Beerli und Regu Leibundgut PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Lisbeth Leibundgut   
Sonntag, den 24. Januar 2010 um 20:30 Uhr

Lisbeth Leibundgut: Liebe Regu, liebe Helen! In  der Seebrise vom Februar 2010 wollen wir passend zum Valentinstag dem Thema Freundschaft etwas auf den Zahn fühlen. Das Redaktionsteam hat euch beide als langjährige Freundinnen zu einem Doppelinterview auserkoren. Was sind für euch die wichtigsten Voraussetzungen für eine Freundschaft? 

Helen Beerli: Ehrlichkeit, Regelmässigkeit und ein ‚auf der gleichen Wellenlänge sein’. 

Regu Leibundgut: Für mich ist es wichtig einander zu vertrauen, mich auf den andern verlassen zu können. Und man sollte ehrlich zueinander sein.

 

Lisbeth: Ihr seid nie zusammen in die Schule gegangen, wo und wie habt ihr euch kennengelernt? Erin- nert ihr euch noch an eure erste Begegnung? 

Helen: Wir haben uns durch die verschiedenen Chrischona-Programme kennen gelernt. Ich weiss, dass ich jeweils ziemlich aufgeschmissen und alleine war, wenn Regu mal nicht in die Jungschi gekommen ist. Ich war immer nur mit ihr zusammen und hatte darum sehr wenig zu tun mit den anderen. Auch später im TC sind wir immer ‚zusammen geklebt’. Aber an die erste Begegnung mag ich mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern. Nur an meinen ersten Besuch auf dem Eugensberg. Mensch, ist das schon lange her! 

Regu: Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube unsere Freundschaft begann in der Kinderstunde von Manuela und Frau Loretz. Und seit damals klebten wir regelrecht aneinander. In der Jungschar war es nicht anders, wenn Helen nicht dabei war, wusste ich nicht mit wem ich mich unterhalten soll, ich fühlte mich einfach nicht ganz "vollständig"!

 

Lisbeth: An welche Erlebnisse aus den Anfängen eurer Freundschaft erinnert ihr euch? 

Helen: Hmm, an ein Pfila, das wir bei Santos auf dem Bauernhof verbrachten. Regu hat mir in der einen Nacht zusammen mit meiner Schwester mit einem Farbstift versucht das Gesicht zu bemalen, als ich tief und friedlich geschlafen habe. 

Regu: Ich kann mich gut an ein Pfila mit Helen zusammen erinnern, ich glaube es war bei Santos.

 

Lisbeth: Was hat euch besonders zusammengeschweisst? 

Helen: Ich glaube es war gut, dass wir uns nicht täglich gesehen haben. So war es immer etwas besonderes Regu zu treffen. Man konnte sich so auch viel weniger auf die Nerven gehen. 

Regu: Ich glaube es war gut, das wir nie zusammen zur Schule gegangen sind, dadurch hatten wir immer was zu erzählen und freuten uns aufeinander! Zudem denke ich, das uns auch unsere Unterschiedlichkeit näher zueinander gebracht hat. Ich glaube wir profitierten beide sehr viel vom anderen. 

 

Lisbeth: Was schätzt du an deiner Freundin? 

Helen: Dass sie mich trotz meiner oft sehr anstrengenden Art nimmt wie ich bin und mir meine Fehler vergibt. Und dass sie mir immer wieder aufzeigt, dass ich einige Dinge nicht so eng sehen soll. 

Regu: Ich schätze an Helen sehr, dass sie immer für mich da war und ist, in jeglicher Lebenssituation eine gute Ratgeberin und Freundin ist und das sie mir eine sehr grosse Stütze im Glauben an Gott ist.


Lisbeth: Wie in einer Ehe, gibt es in einer Freundschaft auch Belastungsproben, wie gehst du damit um? 

Helen: Seit wir beide berufstätig sind (ich zähle jetzt meine Studienzeit dazu), hatten wir viel weniger Zeit füreinander, auch aufgrund unserer sehr unterschiedlichen Arbeitszeiten. Hinzu kamen all die Dinge, die sonst noch Zeit beanspruchen (Freund, JG, Schule, …). So war und ist es immer wieder notwendig, sich ganz bewusst Zeit füreinander zu nehmen. Was ist schon eine Beziehung, ohne dass man sich regelmässig trifft..? 

Regu: Ein Belastungsproblem in unserer Freundschaft sind sicher die unterschiedlichen Arbeitszeiten, das ist allerdings ein lösbares Problem.:-) Ansonsten sind es manchmal die unterschiedlichen Ansichten die wir haben und einfach Dinge, die dem einen auf die Nerven gehen. Aber wir konnten bis jetzt eigentlich immer darüber reden. 

 

Lisbeth: Was war das Schönste, das Ihr zusammenerlebt habt? 

Helen: Wir hatten eine Zeit, in der wir ein Freundschaftstagebuch führten. Immer eine von uns hatte dieses Buch bei sich zu Hause und schrieb mehr oder weniger regelmässig hinein. Beim nächsten Treffen wechselte das Buch seine Besitzerin. So wussten wir sehr viel vom Leben der anderen. Ich glaube, dass dieses Buch zu den schönsten Dingen gehört, das aus dieser Freundschaft entstanden ist.

Regu: Wie Helen schon sagte, fand auch ich unser Freundschaftstagebuch eine wundervolle Sache. Was ich persönlich sehr schön fand, war            unser Frauenurlaub in Spanien,       im El-campo, wir haben eine geniale, intensive Zeit zusammen verbracht. Ich geniesse aber auch unsere Gespräche und die gelegentlichen Moralpredigten von Helen ;-)

 

Lisbeth: Was wünschst du dir für eure Freundschaft? 

Helen: Dass sie Bestand hat und dass sie ein Segen für beide Seiten sein darf. 

Regu: Ich wünsche mir das wir auch noch als alte, zahnlose und schrumpelige Grossmütter unseren Spass zusammen haben, uns gegenseitig unterstützen und dem anderen unsere Geheimnisse anvertrauen können!! ;-)

  

Lisbeth: Ganz herzlichen Dank für eure Offenheit, bei der Beantwortung dieser Fragen. 

 



Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 24. Januar 2010 um 20:37 Uhr
 

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