Mittwoch 08 Feb 2012
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Chrischona-Steckborn
Gottesdienst Gemeinsam Gott feiern und anbeten, sich inspirieren lassen und im Anschluss bei einer Tasse Kaffee das Leben teilen. Unsere Gottesdienstgestaltung lebt von der Ergänzung verschiedener Begabungen.
Jugendarbeit In verschiedenen Angeboten begleiten wir junge Menschen. Leben teilen, gemeinsam glauben und viel Spass erleben. Zur Zeit bauen unsere Jugendlichen einen Raum, wo sie ihren Traum ”Eden-Lounge” verwirklichen. Ein Lebens(T)raum für die Jugend von Steckborn.
Jungschar Dein ER-Leben zählt. Unsere Jungschi steht für Outdoor-Aktivitäten und Gemeinschaftserlebnisse.
Taufe Mit der Glaubenstaufe bekennt ein Mensch, dass er das Evangelium für sich beansprucht und sein Leben Gott gehört. In unserem Gemeindejahr ist die Taufe jeweils ein Höhepunkt
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Marriageweek 2012 Absage

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Geschrieben von: Hans Jäger   
Samstag, den 27. Februar 2010 um 12:56 Uhr

Bei winterlichen Verhältnissen trafen sich 200 Senioren aus den Chrischona-Gemeinden der Ostschweiz in Mattwil. Dort  wurde 1872 die erste Chrischone-Gemeinde gegründet. Viele freudige Begrüssungen unter Bekannten. Alte bekannte Lieder aus dem Gemeinschaftsliederbuch. Ein Stück Heimat. Eine wahre Freude! 

Begegnung mit Markus Hauser

Ein kurzer Videofilm beleuchtet die Anfange der Chrischona-Gemeinden in der Schweiz.

Danach kam es zu einer historische Begegnung zwischen dem Gründer-Vater Markus Hauser (gespielt von Markus Mosimann) und dem Chrischona Direktor Dr. Markus Müller.

Sein Ausbildungseinstieg zum Missionar verlief nicht wunschgemäss. Wie alle Zöglinge musste auch Markus Hauser auf Chrischona Feldarbeit verreichten.  Seine schon bis anhin grossen Sehprobleme wurde durch die harte Arbeit noch vergrös- sert. Daraufhin wurde er vom Komitee mit der Begründung entlassen, dass sie nicht glauben könnten, dass er für den Predigtdienst berufen sei. Dank persönlichen Einsatz von Inspektor Rappard, konnte Hauser auf Chrischona bleiben und sein Studium fortsetzen.

1869 kam Markus Hauser  als Pilgermissionar in den Thurgau. Um die Gläubigen zusammeln, kam es bereits 1871 zum Bau des ersten „Bethauses“ (Kapelle) in Mattwil.

Bald gab es auch eine kirchliche Gegenbewegung, die ebenfalls einen eigenen Prediger in den Thurgau sandten. Dem Widerstand begegnete Markus Hauser auf diese Weise, in dem er mit diesem Predigt den Kontakt suchte und daraus schon bald eine Freundschaft  entstand. Als die Leute merkten, dass beide Bewegungen die gleichen Anliegen vertraten, wurde es wieder ruhiger. Markus Hauser zog später nach Reinach und entdeckte seine seelsorgerlichen, heilende und prophetischen Gaben. Nicht selten geschah es, dass der Heilige Geist ihm die Not des  Hilfesuchenden  offenbarte, bevor dieser in seiner Studierstube platz nahm. Er schrieb auch ein Buch über den Heiligen Geist und der Taufe im Heiligen Geist. Er war also „top-charismatisch“. Sein Herzensanliegen war stets: Menschen zu Jesus Christus führen! Er litt sehr darunter, wenn dies nicht geschah. 

Dem Mattwiler Beispiel folgen

In seinem Referat schilderte Dr. Markus Müller, wie die Mattwiler ihr erste „Bethaus“ bauten. Der eine gab sein Land. Andere stellten ihre Arbeitskraft zur Verfügung. Das Beispiel der Mattwiler sollte wieder zum Herzensanliegen werden, jeder gibt was er hat.. Den Pioniergeist von Mattwil nachahmen, wieder tiefer glauben. Konkret heisst dies: die Welt in ihrem Niedergang braucht unseren Glauben. Alle blickten zur Zeit nach Haiti aber das jetzige „Erdbeben“ in Europa (Arbeitslosigkeit, Finanzkrise, Kriminalität …) wird überspielt. Alle hängen an der Hoffnung, bald werde alles wieder gut. Aber Gott fragt: Glaubt ihr wirklich? Die Welt braucht unsere Glaubensstandhaftigkeit, gerade dann wenn’s runter geht! 

Umfeld der Jungen verstehen

Die „Senioren“ müssen verstehen lernen, in welchem Umfeld 16-22 Jährige heute, im Vergleich zu ihnen in diesem Alter aufwachsen.

  • Schwangerschaftsabbruch nicht mehr strafbar. Sie hätten also  auch abgetrieben werden können?
  • Berufstätigkeit der Mutter – eine Konkurrenzsituation, die Mutter geteilt zwischen Beruf und Familie. Bin ich ein Störfaktor?
  • Heirat nicht mehr zwingend, wie viele Kinder kommen aus Konkubinat- oder Scheidungs-Situationen?
  • Multioptions-Gesellschaft, alle Wahlmöglichkeiten offen. Viele Entscheidungsüberforderungen
  • neue Welt: Computer - Internet -TV  - Handy - Rock/Pop-Musik.

Eigenen Erfahrungen verstehen

Markus Müller ermutigt die Zuhörer, über die eigenen Erfahrungen  nachzudenken. 

2 Weltkriege erlebt, mit  teilweise existentielle Bedrohungen. Die meisten mussten mit wenig zurecht kommen. Ein paar Socken, Schokolade als Geschenke war ein Ereignis. Pferdefuhrwerke waren normal. Erste zaghafte Motorisierungen

Schmerzlichste Erfahrungen im Berufsleben: wir Älteren sollen endlich zurücktreten, in die Frühpensionierung. Àhnliches kann auch in der Gemeinde geschehen. Das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden entsteht.

Aus dem Glauben leben

Die vielen Erfahrungen können einem reich oder bitter machen. Jeder entscheidet selber. Wie haben wir, als die an den Rand gedrückten, in diesen Situationen aus dem Glauben gelebt?

Wie können wir mit weniger Akzeptanz, Ansehen und Materiellem trotzdem im Frieden Gottes  leben?

Wenn wir darauf eine Antwort haben, werden wir Jugendlichen eine      Hilfe sein. Suchen wir den Aus-  tausch mit ihnen. Lernen wir ihre Fragen kennen und beantworten wir nicht Fragen, die sie gar nicht stellen.

Wir können unseren Erfahrungsschatz, unsere Ruhe und Frieden an die Jugendliche weitergeben. 

Grosszügig

Reife Persönlichkeiten sind auch grosszügig. Dies stellten die Teilnehmer unter Beweis, als die Organisatoren entschieden, aufgrund der prekären Finanzsituation eine  Kollekte für die Pilgermissionar zu sammeln und  Resultat Fr. 7'071.-  und Fr. 1‘000 für das Projekt Morgenrot. 

Mattwiler liebevolle Gastgeber

Mit Brötli, Kuchen und Getränken wurden wir liebevoll bedient. Dem Herrn und allen Mitwirkenden sei herzlich gedankt!

Lieder, Gebete und Segen beschlossen diesen eindrücklichen Nachmittag und danach suchten wir im Schneetreiben unsern Heimweg.

 

 



Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 27. Februar 2010 um 12:59 Uhr
 

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