| Das Wunder vom Samstag |
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| Geschrieben von: Sarah Bloch |
| Mittwoch, den 24. März 2010 um 19:58 Uhr |
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Letzten Samstag, den 06. März 2010 besuchte ich einen Kurs, von dem ich erst gar nicht genau wusste, um was es ging. Meine Schwester hatte mich dahin geschleppt und mir versichert, das er gut sei. Sie sagte irgend etwas von „Angstfreier Schwangerschaft“ und von „Schmerzfreier Geburt“. Dabei ist doch SIE schwanger. Nicht ich. Aber aus irgend einem Grund hatte ich ihr zugesagt, und ging dann wirklich auch hin. Und da war, was ich mir schon gedacht hatte: Lauter schwangere Frauen — fast alle mit ihren Ehemänner. Na super. Aber es blieb erst gar keine Zeit für längere Grübeleien. Wir wurden alle sehr freundlich von Marietta und ihrem Mann Hartmut (Kursleitung)* begrüsst. Von Anfang an war eine frohe, harmonische Stimmung, in der ich mich wohl fühlte. Auch die Umgebung stimmte. Alles war sehr schön dekoriert. Sogar die Toiletten… Naja… Klar war ich am Anfang noch etwas skeptisch. Ich wusste ja am Anfang nur am Rande, um was es ging, und der Einstieg ins Thema war für mich auch ziemlich abrupt. Aber spätestens nach dem Mittagessen, wo genug Zeit für persönliche Gespräche und anregende Diskussionen Zeit blieb, verflog auch bei mir das letzte Misstrauen. Grundsätzlich ging es an diesem Tag darum, das es auch in der heutigen Zeit möglich ist, Schmerzen und Leiden so endgültig bei Jesus am Kreuz abzuladen wie die Schuld. Der letzte Teil des Tages war die Fürbitte für einander. Nur einzelne, welche noch dringende Termine hatten, gingen heim, alle anderen blieben. Auch wenn das Programm zeitmässig schon längst zu Ende hätte sein müssen. Aber die Gruppe harmonisierte so schön, das wir gespannt auf den letzten Teil warteten. Für jedes Paar (und jede Einzelperson) wurde gebetet. Neu für mich war auch, das wir gebeten wurden, auf unsere innere Stimme und den Heiligen Geist zu hören, und mitzuteilen, wenn er uns was sagt. Es kamen überraschende, schöne und ergreifende Beiträge. Auch in bin anscheinend auf dem Gebiet lernfähig… Irgendwie ein schönes Gefühl. $Ja und schlussendlich bat ich, für meine Nuss- und Apfel-Allergie zu beten. Ich hoffte, Gott würde mir mitteilen, wie es damit weitergehen würde, und ob ich die wohl mal los werden würde. Aber eben. Allergie ist Allergie, und mein Arzt hatte mir auch gesagt, so etwas wird man ein Leben lang nicht mehr los. Und obwohl mir jemand an dem Abend gesagt hatte, ich solle loslassen, und mich nicht mehr davon binden lassen, war ich etwas irritiert. Also während dem Gebet hab ich nichts gespürt. Und ich hab mich nicht getraut, den angebotenen Apfel zu essen. Kannte ich doch die Folgen, wenn ich es tun würde. Und darauf hatte ich nun echt keine Lust. Ich nahm ihn aber mit nach Hause. Am nächsten Morgen, Sonntag, stand ich allein in der Küche. Pädi war schon an der Technik im Sonnenhof und ich machte mir Gedanken über den vergangenen Tag. Da fiel mein Blick auf den Apfel. Hm… Sollte ich? Konnte ich es wagen? Wirklich? Na gut. Es ging ja immerhin gestern um Vertrauen zu Gott. Ich biss also in den Apfel. Nach weiss-nicht-wie-vielen-Jahren wieder mal. Er schmeckte gut. Und ich wusste nicht recht, ob ich jetzt hoffen, oder bangen sollte… Also um es kurz zu machen: Ich hatte keine körperliche Reaktion. Langsam kam so etwas wie Freude auf. Aber die wirkliche Herausforderung wartete ja noch auf mich: Nüsse. Am Montag kaufte ich mir so ein Pack gesalzene Mandeln. Zögernd und langsam nahm ich mal eine. Meine Unsicherheit war riesig. Ich fühlte mich wie Petrus, der von Jesus die Aufforderung bekommen hatte, aus dem Boot zu steigen, und auf dem Wasser zu laufen. Weil uns gestern gelehrt wurde, gerade in solchen Situationen ganz nahe bei Jesus zu bleiben, legte ich schöne Worship-Musik auf und betete auch. So in der Nähe von Jesus fühlte ich mich langsam etwas sicherer. Und ass noch eine Mandel. Wartete wieder eine Weile. Und es passierte noch immer nichts. Aber noch immer konnte ich nicht recht fassen, was da gerade passierte… Auch am nächsten Tag misstraute ich meinem Glück noch immer… Mit dem Verstand lässt sich eben ein Wunder nicht fassen. Und da hab ich meine liebe Mühe damit. Aber langsam wurde ich mutiger. Ich kaufte mir all diese Dinge ein, die ich nun seit Jahren nicht mehr essen durfte „Torino“ „Nutella“ „M&M’s“. Pädi verdrehte die Augen, als er meine Schätze sah, musste aber auch lachen. Und ich geniess es. Jeden Tag irgend eine kleine Herrlichkeit. Ich warte zwar damit noch immer, bis Pädi da ist… nur um ganz sicher zu gehen. Aber langsam kann sogar ich es so richtig glauben… Ich weiss nicht, wie lange es geht, bis ich mich wirklich daran gewöhnt habe, nach Jahren wieder alles essen zu dürfen, und mich nicht ständig wieder dabei ertappe, Zusammensetzungen auf der Verpackung zu lesen. Ich fühle mich wie ein Blinder, der plötzlich Farben sieht. Oder ein Petrus der feststellt, dass das Wasser trägt. Der einzige Unterschied ist, das ich weiter nur auf Jesus sehen will. Man sollte die Fehler der anderen nicht wiederholen… Was ich jetzt, aus diesem gesamten Erlebnis nehme ist, das unser HERR noch immer der Selbe ist. Gestern, heute und in Ewigkeit. Er kann auch heute noch Wunder tun, heilen, helfen. Und er kann auch noch viel Grösseres tun! IHM allein gehört die Ehre. Meine Erkenntnis aus dem ganzen Erlebnis gehört nun auch zu meinem Motto: Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Jesaja 53, 4+5 *Hartmut und Marietta Olschewsky www.touchthelove.ch
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