| Zwei Bücher von Michael Winterhoff |
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| Geschrieben von: Jim Bühler |
| Mittwoch, den 24. März 2010 um 20:01 Uhr |
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Gleich mit zwei Buch-Erscheinungen machte der Autor Michael Winterhoff von sich reden. Beide Titel schlugen im Buchhandel ein und wurden Bestseller. Die Titel tönen zunächst etwas polemisch: „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ und „Tyrannen müssen nicht sein“. Inhaltlich verdienen beide Titel durchaus die Beachtung von Eltern und Pädagogen. Das erste Buch ist die Situationsanalyse aus der Wahrnehmung des Kinder- und Jugendpsychiaters Winterhoff. Er beschreibt einen eigentlichen Notstand. Er beschreibt, dass die meisten Eltern mit edlen Absichten dem Kind nur das Allerbeste zukommen lassen möchten. Der Notstand bestehe aber vorallem aus Beziehungsstörungen. Von denen beschreibt er folgende drei:
Die Beziehungsstörungen führten dazu, dass wir heute Teenager hätten, deren psychische Entwicklung nicht mit der physischen Schritt gehalten habe. Viele verhaltensauffällige Teenager seien in der psychischen Entwicklung auf dem Stand von Kleinkindern stehen geblieben. Die psychische Entwicklung des Kindes bedürfe eines erwachsenen Gegenübers, das eben als ein reifer Erwachsener reagiere auf das Verhalten des Kindes. Winterhoff propagiert durchaus Wärme, Liebe und Geborgenheit. Er propagiert aber ebenso eine Eltern/Lehrer-Kind-Hierarchie. Sie sei notwendig für die gesunde Entwicklung des Kindes. Im zweiten Buch beschreibt Winterhoff Lösungsansätze, ohne billige Patentlösungen anzubieten. Die beiden Bücher stammen aus dem säkularen Buchhandel. Eltern und Pädagogen mit der Bereitschaft zur selbstkritischen Reflektion seien diese Bücher herzlich empfohlen. Die ganze Wahrheit wird da sicher nicht geboten. Dennoch leisten die beiden Bücher einen wertvollen und bedenkenswerten Beitrag zur Diskussion rund um Kindererziehung. Zudem ist es meines Erachtens ein „Muss“, dass Menschen, die sich in die Entwicklung anderer investieren, sich selbst einem steten Lernprozess unterstellen. Die Bücher geben auch Anlass ganz allgemein an den Begriffen Elternschaft, Leitung, Autorität, Macht und Hierarchie weiter zu denken. Möglicherweise haben wir in den letzten Jahren aus Angst vor Missbrauch, die positiven Aspekte dieser Begriffe gleich mit über Bord geworfen? Spannend wäre es an diesem Punkt dem biblischen Menschenbild nachzuspüren.
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| Son 12 Feb 09:30 Gottesdienst |
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| Son 4 Mär 09:30 Gottesdienst |
Bettina Tall from Gottkennen.ch on Vimeo.