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Interview mit Gary Francis PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sarah Bloch   
Mittwoch, den 24. März 2010 um 20:08 Uhr

Sarah Bloch: Was macht einen humorvollen Menschen aus? 

Gary Francis: Wenn jemand in einer kritischen Situation einen anderen, humorvollen Blickwinkel bekommt. Oder wenn jemand versucht, eine traurige Situation mit Humor zu verarbeiten.

 

Sarah: Siehst du dich als humorvollen Menschen? 

Gary: Meistens schon. Aber manchmal auch nicht. Bin auch ab und zu launisch. Aber am meisten mach ich mich über mich selber lustig.

  

Sarah: Ist dein Humor eher britisch, oder schweizerisch? Wo siehst du den Hauptunterschied? 

Gary: Oh… schon sehr britisch. Mein Humor ist ziemlich zynisch und meistens schwarz. Und ich lache meist über mich selber.

  

Sarah: Welche Situationen bringen dich zum lachen? Und was war dein lustigstes Erlebnis bis jetzt?

Gary: Für mich war die Situation erst im Nachhinein komisch:

An einem Morgen war es sehr kühl, und ich zog meine langen Unterho- sen an. Später, als die Sonne schon eine Weile geschienen hatte, wurde es recht warm, und ich wollte diese Hosen wieder ausziehen. Beim nächsten Kunden, während dem Ausladen vom Öl, hoffte ich, kurz Zeit dafür zu haben. Aber die Hausbewohnerin war gerade gekommen, und wir wechselten ein paar Worte. Ich sagte ihr dann, ich müsse nun gehen, ich wolle noch meine Unterhosen ausziehen. Ich verstand nicht, warum sie es plötzlich so eilig hatte, weg zu kommen. Erst am Abend, als ich mein Erlebnis Cornelia erzählte, und sie mir erklärt hatte, das dies die LANGEN Unterhosen waren, wurde mir die Irritation der Kundin klar und ich musste dann noch ziemlich lachen. 

 

Sarah: In welchen Situationen vergeht dir das lachen? 

Gary: Wenn jemand öffentlich verletzt oder beleidigt wird. Seelisch, oder körperlich.

 

Sarah: Wann hast du das letzte Mal so richtig gelacht? 

Gary: Ui… das ist schon eine Weile her… Das war mit Cornelia zusammen. Es war irgend ein kleiner Übersetzungsfehler meinerseits. Und das war dann schon sehr komisch, und wir konnten kaum mehr mit lachen aufhören. Solche Lachanfälle kommen aber schon sehr selten vor. 

 

Sarah: Denkst du, dein Humor hat sich verändert, nachdem du Christ geworden bist? Und lachst du nun mehr, oder weniger? 

Gary: Ich glaube nicht, das sich mein Humor gross verändert hat. Ich lache vielleicht etwas weniger, da ich mir nun mehr Gedanken mache, bevor ich über etwas lache. Bevor ich Christ wurde, war ich der Meinung, das jeder über alles lachen darf – ausser vielleicht über ganz intime Dinge. Aber ich lachte bedenkenlos auch über Religion, Kirche oder über andere „lächerliche Dinge“.

  

Sarah: Wie humorvoll findest du die Bibel? Und Gott? 

Gary: Vor dem Sündenfall war sicher alles lustig und froh. Aber nachher lese ich nur noch über Kriege, Streit, Leid. Und nur noch wenig über Versöhnung und Liebe. Und auch nicht wirklich über Humor. Als besonders humorvoll empfinde ich die Bibel nicht.

 

Sarah: Was wolltest du uns zum Thema Humor noch unbedingt sagen? 

Gary: Wer über andere lachen will, soll erst lernen, über sich selber zu lachen. 

 

Sarah: Erzähl uns deinen Lieblingswitz! 

Gary: Petrus und Jesus spielen zusammen Golf. Petrus nimmt einen Schläger und bringt einen ziemlich guten Schlag zustande. Jesus nimmt einen ganz anderen Schläger und knallt den Ball mitten ins Gras. Petrus geht hin, sucht den Ball und bringt ihn Jesus zurück.

Beim zweiten Schlag wieder das Selbe: Petrus trifft sehr gut, Jesus schlägt den Ball diesmal in den Wald. Petrus sucht den Ball und bringt ihn zurück zu Jesus.

Auch beim dritten Mal schlägt Petrus sehr gut. Jesus holt zum Schlag aus und der Ball fliegt in hohem Bogen Richtung See. Da sagt Petrus zu Jesus: „DIESEN Ball holst du aber selber!“

 



Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 24. März 2010 um 20:10 Uhr
 

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