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Chrischona-Steckborn
Gottesdienst Gemeinsam Gott feiern und anbeten, sich inspirieren lassen und im Anschluss bei einer Tasse Kaffee das Leben teilen. Unsere Gottesdienstgestaltung lebt von der Ergänzung verschiedener Begabungen.
Jugendarbeit In verschiedenen Angeboten begleiten wir junge Menschen. Leben teilen, gemeinsam glauben und viel Spass erleben. Zur Zeit bauen unsere Jugendlichen einen Raum, wo sie ihren Traum ”Eden-Lounge” verwirklichen. Ein Lebens(T)raum für die Jugend von Steckborn.
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Asyl-Asyl! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Wieder   
Montag, den 05. Dezember 2011 um 21:07 Uhr
Am Bahnhof Kreuzlingen ist es nicht geheuer. Grund ist das Asylanten – Auffanglager ganz in der Nähe. Unheimliche, oft dunkle Gestalten werden hier von Grenzwache und Sicherheitsdienst streng bewacht. Während wir treu unserer Arbeit nachgehen und Steuern bezahlen, hängen diese den ganzen Tag rum. Auf unsere Kosten! Ist das nicht eine Sauerei? „Der eine, der mit der Bierdose, das ist doch sicher nur ein Wirtschaftsflüchtling! Womöglich handelt er noch mit Rauschgift!“ Solche Leute schaden nur! Auch andere Zeitgenossen werden streng bewacht – von ihren Bodyguards! Sie verkaufen Kokain nicht in Briefchen, sondern in Schiffsladungen. Sie nehmen nicht einem den Arbeitsplatz weg, sondern vernichten sie gleich zu tausenden. Sie managen Hedgefonds, spekulieren mit Lebensmitteln und Rohstoffen und kaufen Politiker. Sie begehen keinen Mord, sondern zetteln Kriege an. Männer im Massanzug und mit Privatjet. Für unser soziales Netzwerk mindestens genauso schädlich. Wir werden sie allerdings nur selten an einem Bahnhof antreffen. Liebe Leserinnen und Leser, ich möchte nicht in Abrede stellen, dass wir wirklich ein „Asylproblem“ haben. Ja, viele Asylanten verlassen ihre Heimat, damit es ihnen wirtschaftlich besser geht. Das gleiche Motiv wie für tausende von Grenzgängern. Wie einst hunderttausende Europäer aus diesem Grund Amerika bevölkert haben. Wie viele ihren Arbeitsplatz, Krankenkasse oder Autoversicherung wechseln, „nur“ weil es finanziell vorteilhaft ist Was ärgert uns denn so besonders an Asylanten? Vielleicht ist es die scheinbare Erwartungshaltung, die uns stört. „Hier sind wir, gebt uns was wir brauchen!“. Welche Haltung habe ich z.B. der Gemeinde gegenüber? Gebt mir was ich brauche, kümmert euch gefälligst mehr um mich, sonst suche ich mir eine andere Gemeinschaft? Oder: „braucht ihr was, das ich euch geben kann?“ Oder, welche Rolle hat Gott in meinem Leben: „Gib mir Sinn, Glück, Gesundheit und Wohlstand“ oder: „Hier bin ich, brauche mich, was soll ich tun“? Ach ja, bald ist Weihnachten. Gott kam in die Welt um zu dienen - als Asylant! Findet er Aufnahme bei mir?


Zuletzt aktualisiert am Montag, den 05. Dezember 2011 um 21:22 Uhr
 

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