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„Glaube am Montag“ – was steckt dahinter? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Lisbeth Leibundgut   
Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 18:07 Uhr

„Glaube am Montag“ ist eine Initiative verschiedenster christlicher Organisationen und Werke der Schweiz und Deutschlands. Unter vielen andern beteiligen sich zum Beispiel die Schweizerische Evangelische Allianz, die FEG, die Vereinigten Bibelgruppen und der Bibellesebund an diesem Projekt.

Ziel der Initiative ist es, Christen zu ermutigen und zu stärken, ihren Glauben vertrauensvoll in ihrem konkreten Alltag auszuleben. „Glaube  am Montag“ lädt ein, das Evangelium, das Land auf Land ab, Sonntag für Sonntag in Kirchen und Gemeinden gepredigt wird, im Alltag lebendig werden zu lassen. Die Initiative will Christen helfen, das was sie vom Evangelium verstanden haben, im Alltag zu leben und Christus nachzufolgen, sei es in Beruf, Familie, Nachbarschaft oder in Feuerwehr, Sportverein oder Politik. Der christliche Beitrag in der Gesellschaft soll verstärkt werden.

Ein weiteres Ziel  von „Glaube am Montag“ ist das Zusammenspiel von Sonntag  und Alltag, beziehungsweise Kirchen- oder Gemeindearbeit und persönlicher Nachfolge zu vertiefen.

„Glaube am Montag“ will Aufmerksamkeit für die biblischen Verheissungen schaffen. Das könnte dann zum Beispiel für uns persönlich heissen:

Wir entwickeln eine Spiritualität, die natürlich, selbstverständlich und unaufdringlich ist.

Wir üben unsere Sprachfähigkeit im Reden von unserm persönlichen Glauben und unserem Erleben mit Gott.

Wir leben erkennbar als Christen und sind authentisch, und rechnen mit Gott im Alltag.

Wir übernehmen als Christen Verantwortung in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Beruf, und sehen darin einen Teil der Kirchen- oder Gemeindearbeit.

Dazu ein Zitat: „Viel zu lange haben sich die Gläubigen aus der Welt zurückgezogen und Politik, Wirtschaft und Erziehung als „zu wenig geistlich“ angesehen. Wenn wir Gott Welt-los machen, dann dürfen wir nicht erstaunt sein, wenn die Welt Gott-los wird.“ Walter Dürr

Eigentlich ist das Ganze ja gar nichts Neues, wir wissen es  und haben es auch schon in vielen Predigten gehört. Jesus sagt in Matthäus 7, 24: „Wer darum diese meine Worte hört und sie tut, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf den Felsen baute.“

Und doch scheint dies nicht so einfach zu sein. Das Problem ist die Praxis. Denn in den sicheren Mauern  unserer Kirchen und unseren Gemeindehäusern fühlen wir uns wohl, sind wir kompetent, haben wir Freunde, sprechen wir dieselbe Sprache. Wie aber können wir Christsein unter der Woche leben – in einem Umfeld, wo sich der Glaube oft schwer tut? Einem Umfeld, dem wir uns als Christen manchmal unbewusst entfremdet haben.  In dem wir unseren Glauben schnell einmal vergessen, verdrängen – und vielleicht sogar verstecken.

Den Glauben natürlich und mit Selbst- und Christusbewusstsein zu leben – das ist eine Kunst, in der wir oft wenig geübt sind. die Initiative „Glaube am Montag“ will uns helfen, diese Kunst mit Ideen und Impulsen gemeinsam einzuüben.

Im Sonderheft von „Aufatmen“ finden sich viele Impulstexte und Gedanken, wie Glauben am Montag aussehen könnte.


 

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