| Ein wundervoller Tausch |
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| Geschrieben von: Jim Bühler |
| Dienstag, den 11. Mai 2010 um 09:13 Uhr |
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Was ist dieser Karfreitag eigentlich für ein Tag? Oder welche Stimmung verbreitet dieser Tag. Wir müssen dem ins Auge sehen: für viele und gerade für junge Leute ist der Karfreitag vor allem eines: öde und langweilig. Im Tages-Anzeiger (Cartoon) – Text dazu: Freuen Sie sich deshalb auf den morgigen Karfreitag, es gibt keinen langweiligeren Tag im Jahr. Das Wetter voraussichtlich wechselhaft, weder warm noch kalt noch stürmisch, die Freunde über Ostern verreist, das Kinoprogramm ohne sehenswerte Premiere, Sport und Autofahren unschicklich, das Fernsehprogramm öde, die Restaurants und Bars zur einen Hälfte geschlossen und zur andern Hälfte leer. Das heisst auch, dass die Geschichte, die dieser Tag erzählt keinen hinter dem Ofen hervor holt. Für die andern, die noch einen Zugang zu den Ereignissen dieses Tages haben ist der Tag eher dunkel gestimmt. Er ist dunkel, weil er an eine Hinrichtung, an Folter, Schmerz und Blut erinnert. So ist der Karfreitag eher ein stiller Tag. – Kinos sind geschlossen – im Thurgau bleiben selbst die Tankstellenshops für einmal zu. Katholiken sehen den Karfreitag als strengen Fastentag. Die Franzosen reden vom „vendredi saint“ – Heiligen Freitag. Die Engländer sagen „good fridy“ oder „black friday“. Du kannst also wählen Guter oder schwarzer Freitag.... Luther nannte den Karfreitag „guten Freitag“. Der Name Karfreitag bedeutet nicht, dass man KAR-Pfen isst, sondern „klagen, wehklagen, sorgen“ – das englische Wort care... hat dieselbe Wurzel. Es ist also ein Tag, der abgesehen von Luther eher dunkel gestimmt ist. So stellt sich die Frage für uns heute morgen: Ist der Karfreitag ein guter oder ein schwarzer Tag? Sollen wir heute jubeln oder sollen wir heute mit gebücktem Haupt Gottesdienst feiern? Welchen Auftrag geben wir an unsere Emotions-Zentrale? Dürfen wir uns freuen oder sollen wir trauern? Dürfen wir nachher beim Kaffee unbeschwert miteinander Gespräche führen und lachen oder sollen wir uns bedeckt verhalten, leise Gespräche, dunkle Kleidung, ernste Blicke??? Was denken wir über die Ereignisse in Jerusalem um das Jahr 30? Ein toller Start und was für ein armseliges Ende... So Karrieren-Enden - Das kennen wir aus unseren Tagen. Daniel Albrecht’s Karriere wurde jäh unterbrochen durch seinen prutalen Sturz. Ob er wieder mal an seinen Erfolgen anknüpfen kann, ist fraglich.
Persönlich sehr betroffen machte mich der Fall der deutschen Bischöfin Margot Käsmann – sie war noch gar nicht lange im Amt als oberste Leiterin der Ev. Kirche Deutschland. Und dann Polizeikontrolle – Alkoholtest – sie fährt in alkoholisiertem Zustand. Die Authentizität ist mit dieser einen Fahrt geopfert. Sie gibt den Rücktritt.
Jesus – unter dem richtigen Stern geboren, tapfere stolze Eltern – zur Begrüssung eine Lasershow am Himmel... Und dann dieser Lebensweg. Die Menschen hängen an seinen Lippen. Er redet ungewöhnliche Worte, die bis heute ihre Wirkung nicht verfehlen. Einmal spielt er Catering-Service – kaltes Büffet mit Fisch und Baguette für 5000 Mann mit Anhang. Er konnte die Massen bezaubern, die er nicht nur mit Brot speiste, sondern deren Herz er anrührte. Da war etwas göttliches... Wenn er kommt, das ist eine himmlische Erfahrung. Er hatte ein Herz für die kleinen Leute. Er war sich nicht zu schade für manche, um die man einen Bogen machte. Er heilte Kranke. Und dann zog er fast schon triumphierend in der Hauptstadt ein. Die Herzen flogen ihm zu. Was für ein Start! Und dann dieses Ende! Gefangennahme – kurzer Prozess. Falsche Zeugen. Folter. Demütigung. Entehrung. Er kroch zu(m) Kreuze, Jesus kroch buchstäblich zu seiner eigenen Hinrichtung. Was für ein sinnloses Ende einer Dienstfahrt. Wozu?
Bei James Bond fragen wir uns ja manchmal. Warum überlebt der immer alles, obwohl ihm die Kugeln um die Ohren fliegen. Die Antwort ist einfach: Er kennt den Regisseur. Das ist ein Vorteil. Nun behauptete aber gerade auch das Jesus. Er sei mit dem Regisseur auf Du und du – was hat’s ihm eingebracht? Im Garten Gethsemane kurz vor seinem Tod muss er erkennen: Der höchste Regisseur wird diesen Kelch nicht an mir vorübergehen lassen. Es soll so sein. Warum?
Was fangen wir mit dieser Story an? Warum das Kreuz? Warum könnte es nicht ein Herz sein. So ein volles rotes pochendes Herz???
Nun da können wir uns fragen doch es macht Sinn die Auskunft gleich bei Jesus selbst zu holen, um ihn geht’s ja. Er hat gewusst, was auf ihn zukommt. Er erlebte von Tag zu Tag mehr Widerstand. Für die religiösen Führer war seine Großzügigkeit und seine Herzensweite eine Provokation und sein Anspruch Gottes Sohn zu sein, pure Gotteslästerung. Jesus wusste, dass das nicht gut gehen kann. Und er hat sein Team, seine Freunde informiert. So wird es ausgehen, hat er gesagt. Und ihr sollt wissen, warum, ihr sollt den geheimen Sinn verstehen, der dahinter steckt. Er hat gesagt: Ich werde nach Jerusalem gehen und leiden und sterben. Ich werde den Tod besiegen, aber zuvor werde ich leiden und sterben. Ostern wird mein grosses Comeback, aber zuvor geht es in die Gruft. Ihr müsst das wissen. Dazu bin ich überhaupt gekommen, damit es genau so geschieht. Es muss so geschehen. Das ist nicht ein furchtbares Versehen. Hier übernehmen nicht dunkle Mächte das Kommando. Hier müsst ihr eine höhere Regie erkennen. Ich kenne den Regisseur und ich vertraue ihm. Er will es so. Wenn ich aber leide und sterbe, dann für euch. Ich sterbe für euch. Der Erlös geht zu Euren Gunsten. Um es im Bild zu sagen: Ich zahle das Lösegeld für Euer Leben. Und wenn ich es zahle, seid ihr frei.
Und du fragst dich. Was soll das? Was habe ich mit einem Justizmord, der vor 2000 Jahren irgendwo in Palästina geschah, zu tun? Was hat das mit meinem Leben zu tun? Ich weiss nicht, was es bedeutet und von dem was ich ahne, weiss ich nicht, ob es mir gefällt? – Eher nicht. Schade, das mit Jesus. Er tut mir ja leid. Eine bewundernswerte Gestalt, aber mehr auch nicht und übrigens gerechte Menschen, die unter die Räder kommen gibt es ja viele... Letzte Woche kam in den USA ein Häftling James Bain nach 35 Jahren unschuldiger Haft frei. Mit 19 inhaftiert – heute ist er 54 Jahre alt. 35 Jahre seines Lebens wurden ihm sozusagen genommen. Jesu Tod - Die Bibel sagt, dieser Tod ist ein stellvertretender Tod. Das heisst, dass jemand für mich stirbt? Ja – manchmal opfern sich Menschen für andere auf. Im Film vertical limit wird das auf dramatische Art dargestellt. Da geraten Kletterer in Not. Tochter, Sohn und Vater hängen im Seil an einem Haken. Und weil es offensichtlich ist, dass der Haken niemals alle drei hält, gibt der Vater seinem Sohn die Anweisung, er solle sein Messer nehmen und ihn abtrennen. Der Vater opfert sich, damit seine Kinder leben können. Jesus hat einmal gesagt: Es gibt keine grössere Liebe auf Erden, als die, die sein Leben gibt für seine Freunde. Aber wie sollte ein Mann am Kreuz für eine ganze Menschheit in den Tod gehen
IN DER KLEMME Eine erste Antwort hat damit zu tun, wie Jesus unser Leben einschätzt. Die Worte „Erlösung, Gnade, Vergebung“... die kennen wir kaum noch. Das heisst aber nicht, dass wir sie nicht nötig hätten.
FlipChart – Gott hat euch erschaffen.
Gott hat euch erschaffen und euch in diesen Garten gestellt. Er hat euch mit Leben beschenkt. Er wollte nichts als Euer guter Vater sein. Fürsorglich, grosszügig. Und ihr, ihr habt euch vom Acker gemacht. Die einen hochanständig und fleissig (Wir schaffen das ohne Gott). Die andern etwas unmoralisch. Die einen, indem sie Gott für tot erklären. Die andern indem sie ihn einen alten Mann im Jenseits sein lassen. Ihr habt die Beziehung zu Gott gekündigt. Und vielleicht wisst ihr das gar nicht, weil ihr in Verhältnisse hineingeboren wurdet, in denen man euch Gott vorenthielt.
Wo aber die Beziehung zu Gott kaputt ist, da geraten Dinge aus den Fugen. Da zerbrechen Beziehungen auch im irdischen Getümmel. Manchmal spüren wir etwas von dem. Manchmal verletzen wir, ohne dass wir’s beabsichtigt hätten. Wir werden Täter - schuldig. Manchmal werden wir verletzt – Opfer. Und wenn du Medienberichte liest: Da ist so manches aus den Fugen geraten. Und manchmal spürt ihr es. Vielleicht dann, wenn du in Not gerätst. Wenn du mal ehrlich in den Spiegel schaust. Wenn euch die Sehnsucht packt. Wenn du so reich beschenkt bist, dass du danken möchtest, aber du weißt gar nicht wem? Oder wenn du spürst, dass du verantwortlich bist, aber du weißt gar nicht, wem du Rechenschaft schuldest. Dann meldet sich die Erinnerung... Du spürst, eigentlich wäre es natürlich wie ein Kind vor Gott zu sein, aber wir haben Gott verloren und sind verloren. Und Jesus sagt: Und jetzt seid ihr gefangen in einem Leben ohne Gott, besetzt von anderen Herren: Neid, Gier, Egoismus, Sorge, Furcht, Zorn und Hass – und sie treiben euch alle auf den grösseren Herren zu, den ihr alle fürchtet – den Tod. Er hält euch in Geiselhaft. Am Ende bleiben nur Tod und Finsternis.....
Zwischenbilanz: Welche Stimmung ist angesagt an Karfreitag? Wenn wir nur bis hierher kommen, dann sicher Dunkelheit, Betrübnis, gedrückte Stimmung, dunkle Kleider.... Denn dann steht es ernst um uns. Wahrscheinlich ernster, als wir je dachten.
Tausch und Erlösung Wie sieht Gottes Reaktion aus?
Die, die noch etwas von Gott wissen, haben manchmal ein etwas verzerrtes Bild. „Draufhauen wird er, er wird richtig draufhauen.“ Ein anständiger Gott haut drauf. Und darum bleibt uns nur ihn zu besänftigen. Dazu bringen Menschen seit Menschengedenken den Göttern Opfer. Du musst die Götter besänftigen, dann lassen sie dich vielleicht in Ruhe. Du musst zu Kreuze kriechen, dann gewähren sie dir vielleicht ein bisschen Gutes. Oder wir denken: „Na so schlimm wird’s schon nicht kommen. Gott wird schon fünf gerade sein lassen. Schwamm drüber – Augen zudrücken.“ Am Ende wird er uns alle durchwinken. Ein paar werden eine gelbe Karte kriegen, aber dann dürfen doch alle wieder mitspielen – drüben.
Aber Jesus erzählt uns zwei andere Geschichten. Er sagt, es wird sein wie vor einem Gericht und wie bei einer Geiselhaft.
Es geht darum, dass Gott der Schöpfer nicht einfach wegsieht, was bei uns geschieht. Unsere Schuld, sagt er, unser falsches Tun und Lassen – die falschen Einstellungen und Haltungen, die verkehrte Richtung unseres Herzens, unser In-uns-selbst-verkrümmt-sein, das schafft eine Wirklichkeit. Und es ist ein fataler Irrtum zu meinen, mit dem Tag unseres Todes wäre es vorbei. Wir müssen uns verantworten. Und wenn wir ein Gewissen haben, dann spüren wir das ja auch. Wir tragen Verantwortung für unser Leben. Einem Kind sehen wir manches nach, ein Tier zerren wir nicht vors Gericht. Sie können sich nicht verantworten. Aber die Kehrseite unserer Mündigkeit heisst Verantwortung. Und wem sollen wir Antwort geben... Das Wort wird sinnlos, ohne ein Gegenüber. Jesus sagt: Jedes Menschenleben wird sich vor Gott verantworten müssen. Da werden die Bücher geöffnet. Das heisst auch: Die Täter kommen nicht davon, die Opfer bleiben nicht ungesühnt. Das ist ein tröstlicher Gedanke... Weniger tröstlich ist die Frage: Wie werde ich bestehen in diesem Gericht vor dem Schöpfer des Himmels und der Erde? Jesus sagt: Das geht nur, wenn ein anderer trägt, was ihr tragen müsstet. Das geht nur, wenn ein anderer an eure Stelle tritt und den Schuldspruch auf sich nimmt.
Nicht immer ist das angemessen, nicht immer klappt das mit der Stellvertretung. Da kommt ein Mann in die Apotheke. Er bittet den Apotheker ihm etwas zu geben gegen den „Hitzgi“. Der Apotheker, ohne zu zögern, verpasst ihm eine Ohrfeige. „Warum haben Sie das getan?“ fragt er... Tja, sagt der Apotheker. Wetten, dass sie nun keinen „Hitzgi“ mehr haben! – Nein sagt der Mann, ich nicht, aber meine Frau, die im Auto draussen wartet, hat ihn schon noch.
Nicht immer ist Stellvertretung angesagt. Nicht immer ist sie möglich. In der Regel müssen wir selber für uns gerade stehen und das ist auch richtig. Aber vor Gott können wir nicht selbst gerade stehen, weil das was wir da vorzuweisen haben aus uns ist, das reicht nicht vor dem heiligen Gott. Da muss einer kommen, der völlig gerecht ist. Da muss einer kommen, der das Menschsein in Vollkommenheit gelebt hat.
Die zweite Geschichte handelt vom Lösegeld. Lösegelder bieten den Stoff für Krimis. Da werden Geiseln genommen und Lösegelder erpresst. Und je nachdem wie wichtig einer ist, umso mehr Lösegeld wird bezahlt. Das Fussball-Transfer-Geschäft funktioniert ähnlich. Heute können sich Geschäftsleute auch versichern für den Fall einer Geiselhaft bzw. Lösegeldforderung.
Jesus war nicht versichert. ER sagt: Ich zahle für dich. Mein Leben ist das Lösegeld. Ich zahle den höchsten Preis. Ich gebe mich in die Hände der Mächte, die dich gefangen hielten. Ich bezahle, damit du freikommst. Du warst verschuldet und hast dich verraten und verkauft. Du wurdest zum Spielball deines Schicksals? Du kommst nicht mehr los von deinem verkorksten Leben. Ich zahle, du kommst frei. Ich zahle, dir werden die Fesseln gelöst. Dafür lebe ich, dafür sterbe ich. Willst du das?
Wenn das stimmt, dann gehst du in diesen Karfreitag und sagst: Es ist ja alles noch viel ernster als ich dachte. Aber wenn das stimmt, dann ist alles noch viel hoffnungsvoller, als ich dachte.
Dann ist Kreuz Trumpf. Kreuz sticht Herz. Das Kreuz von Jesus von Nazareth zählt, nicht unsere Versuche, ein einigermassen reines Herz zu haben. Dann geht es nicht zu wie in der Religion. Religion heisst: tun, was Gott gefällt. Dann hören wir unter dem Kreuz: Glauben heisst sich gefallen lassen, was Gott tut.
Und dann wird das Kreuz zum fröhlichen Tausch. Er nimmt auf sich: Schuld, Versagen, Krankheit, Tod, Fluch.... Wir empfangen am Kreuz: Vergebung, Neues Leben, ewiges Leben, Gerechtigkeit, Kindschaft,....
Gott kann leiden
1. Gott kann leiden Das Kreuz mit dem Mann aus Nazareth sagt: Gott kann leiden. Er ist nicht der Gott Philosophen, der unberührt irgendwo über der Erde thront. Er ist nicht der apathische Weltenlenker, unbewegter Beweger, gefühlloser Herrscher, kaltherziger Richter. Jesus am Kreuz – das ist Gott, gebeugt unter unserem Schmerz, gequält von unserem Versagen, hineingestossen in die schlimmste Gottferne. Am Kreuz geht Gott durch die Hölle. Er kann leiden. Kann er leiden, so ist er Gott, der mitfühlt und dem es das Herz zerreisst, wenn er an unsere Not denkt. Weißt du, gerade dann, wenn du ganz unten bist, dann ist er nicht irgendwo oben – sondern direkt neben dir. Gott kann leiden.
2. Gott kann mich leiden Wenn mich jemand leiden kann, dann ist das mehr als mögen. Jemanden zu mögen, weil er so liebenswert ist, das ist relativ einfach. Das kriegen wir locker hin. Tiefer ist es, wenn wir sagen: Ich kann dich leiden. Dann sagen wir: Und wenn ich Schmerzen davon trage, auch wenn du mich enttäuschen wirst, auch wenn du mir wehtun wirst, ich kann dich leiden. Wenn Liebe enttäuscht wird, dann muss sie wählen. Sie muss sich zurückziehen oder sie gerät ins Leiden. Jesus am Kreuz sagt dir heute am Karfreitag 2010: Gott kann dich leiden. Du ich kann dich leiden, auch wenn du mich bisher nicht beachtet hast. Auch wenn da so einiges schief gelaufen ist, auch wenn dein Leben bisher nicht gerade ein Gottesdienst war. Ich kann dich leiden. Ich mag nicht nur deine Schokoladenseiten, ich liebe dich brutto, mit deiner Sturheit, deiner Hilflosigkeit, deinem Furchtsamkeit... Ich kann dich leiden, siehe wie weit ich bereit bin zu gehen für dich. Gott kann mich leiden.
3. Gott kann für mich leiden Wo ist denn nun die Gnade? Wo kommt Erlösung von unserem Schmerz, von unserem traurigen Schicksal, von unserer Gebrechlichkeit, von unserer Schuld, von unserer Todesfurcht? Geh zum Kreuz, sagt Jesus, schau’s dir an. Was da geschah, habe ich für dich getan. Und hätte es auf der ganzen Erde nur dich gegeben, ich hätte es für dich getan. Da habe ich alles hingeschleppt, dein Schicksal, dein Tod, deine Schuld, deine Krankheit. Komm zum Kreuz. Ich strecke dir die Hand entgegen. Komm und nimm. Ich kann für dich leiden. Da musst du nicht zu Kreuze kriechen, hier bekommst du einen festen Stand. Hier sollst du aufatmen und leben, geborgen sein, mit deinem schweren Schicksal, losgekettet von deiner Schuld und frei, das Leben neu anzupacken, mutig – zuversichtlich, weil auch der Tod nicht mehr das letzte Wort haben darf.
Von daher ist Karfreitag Befreiung, ein fröhlicher Tausch.... Nein – nicht Sack und Asche, sondern die Freude der Erlösten ist heute angesagt.
Abendmahl – Gott kann leiden – Gott kann dich leiden – Gott kann für dich leiden – Der ERLÖS geht zu Deinen Gunsten.
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 08. Juli 2010 um 22:33 Uhr |
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