| Entschlossen (Neh. 3) |
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| Geschrieben von: Jim Bühler |
| Mittwoch, den 04. März 2009 um 14:04 Uhr |
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Liebe Gemeinde Nehemia war Mundschenk im persischen Hof – über 1200 km weg von Jerusalem. Eines Tages wird er besucht von seinem Bruder. Nehemia erkundigt sich nach der Stadt Jerusalem. Die Antwort, da ist noch Staub, Schutt und Asche, die lässt ihn 4 Monate lang trauern, beten und fasten. Und in dieser Zeit des Seins vor Gott. Es ist wichtig, dass wir immer wieder Zeit haben, wo wir sind vor Gott. Wo wir unsere Gefühle, unsere Fragen, unseren Herzschlag mit Gott teilen. Ohne Gebet sind wir eigenmächtige Aktivisten. In dieser Zeit reift in ihm der Entschluss, sich für Jerusalem einzusetzen. Eines Tages geht er seinem Job als Mundschenk nach. Der König spricht ihn auf seinen Kummer an. Das ist die Gelegenheit, die Nehemia beim Schopf packt. Er sagt dem König, wie’s um Jerusalem steht, und offenbart ihm seine Pläne und bittet den König um Vollmachten und Güter… Und Nehemia reist nach Jerusalem. Aber dann wird nicht einfach drauflos geschuftet. Nein, Nehemia inspiziert zunächst mal die Stadtmauer, die am Boden liegt. Und erst dann orientiert er die Vorsteher der Stadt: Nehemiah 2:16-20 16 Die Vorsteher aber hatten nicht erkannt, wohin ich gegangen war und was ich getan hatte. Denn ich hatte den Juden und den Priestern und den Edlen und den Vorstehern und dem Rest, der an dem Werk mitarbeiten sollte, bis dahin nichts mitgeteilt. 17 Nun sagte ich zu ihnen: Ihr seht das Unglück, in dem wir sind, daß Jerusalem verödet daliegt und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt und laßt uns die Mauer Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht länger geschmäht werden können! 18 Und ich berichtete von der Hand meines Gottes, die gütig über mir gewaltet hatte, und auch von den Worten des Königs, die er zu mir geredet hatte. Da sagten sie: Wir wollen uns aufmachen und bauen! Und sie stärkten ihre Hände zum Guten. 19 Als aber Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, und Geschem, der Araber, davon hörten, spotteten sie über uns und verachteten uns und sagten: Was ist das für eine Sache, die ihr da tun wollt? Wollt ihr euch gegen den König empören ? 20 Da gab ich ihnen zur Antwort und sagte zu ihnen: Der Gott des Himmels, er läßt es uns gelingen. Und wir, seine Knechte, wollen uns aufmachen und bauen. Ihr aber habt weder Anteil noch Anrecht, noch Gedenken in Jerusalem. Nehemia ist nach Jerusalem gekommen und hat sich in den ersten Tagen einfach mal umgeschaut, die Dinge angesehen, analysiert. Jetzt kommuniziert er seine Pläne. Er macht die Betroffenen zu Beteiligten. Er zeigt ihnen den Weg, den Gott mit ihm gegangen ist. Er zeigt auch, wie der König ihm wohlwollend begegnet ist. Die Reaktion dieser Leute ist einfach genial: Wir wollen uns aufmachen und bauen! Und sie stärkten ihre Hände zum Guten. Grosse Motivation. Wir lesen nichts von Diskussionen. Ich weiss nicht wie lange Nehemia effektiv brauchte, um die Überzeugung zu schaffen. Offenbar hat er die Leute relativ einfach gewonnen. Das ist ja das, was man von einem guten Leiter erwartet. Ein guter Leiter soll seine Leute motivieren. Ist das wirklich so? Kann man denn überhaupt motivieren? Kann Melina ihre Jungschileiter motivieren? Kann man motivieren? Ein Leiter muss vorangehen, er muss glaubwürdig sein, er muss kommunizieren, er kann ermutigen, er soll überzeugen, und und und… Aber direkten Einfluss auf die Motivation der andern hat er nicht. Du bist verantwortlich für deine Motivation. Wir schlüpfen da gerne so etwas in die passive Rolle und sagen dann, ich bin nicht motiviert weil die Umstände schlecht sind, weil die falschen Leute mithelfen oder oder oder…. Für deine Motivation sind nicht die Umstände, nicht die Leute um dich und auch nicht der Leiter, Prediger oder dein Chef verantwortlich, sondern du alleine. Du bist verantwortlich für deine Motivation. Dann gab es auch sofort Widerstand. Widerstand von aussen. Und das ist völlig normal. Wenn Gott uns einen Auftrag gibt. Wenn Gott uns etwas zutraut, dann kommt ziemlich sicher auch Widerstand. Wenn der Anfang oft sehr euphorisch, visionär und mit viel Begeisterung anläuft… beim ersten Widerstand wird’s oft schon heikel. Dann darfst du den Pickel nicht wegwerfen. Nehemia meistert diese Klippe ganz gut. Die Spötter machen Sprüche: Was wollt ihr schon? Was habt ihr schon? Was seid ihr schon? Wollt ihr den König provozieren? Nehemia verweist auf den Herrn: Der Gott des Himmels lässt es uns gelingen. Und wir sind seine Knechte… (IN HIS MAJESTY SERVICE) Blick nach oben gerichtet lässt mutig weitergehen. Blick nach mir selbst gerichtet, lässt mich im Kreis gehen… |
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