Mittwoch 08 Feb 2012
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Chrischona-Steckborn
Gottesdienst Gemeinsam Gott feiern und anbeten, sich inspirieren lassen und im Anschluss bei einer Tasse Kaffee das Leben teilen. Unsere Gottesdienstgestaltung lebt von der Ergänzung verschiedener Begabungen.
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Taufe Mit der Glaubenstaufe bekennt ein Mensch, dass er das Evangelium für sich beansprucht und sein Leben Gott gehört. In unserem Gemeindejahr ist die Taufe jeweils ein Höhepunkt
Kinderarbeit Die Bibel gibt den Eltern den Auftrag die Kinder im Glauben zu prägen. Mit unseren Angeboten für Kinder möchten wir die Eltern dabei unterstützen. Parallel zu unsern Gottesdiensten treffen sich die Kinder im Kidstreff. Unsere Kinderwoche in den Frühlingsferien ist in Steckborn nicht mehr wegzudenken.
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Marriageweek 2012 Absage

Die Marriage-Week-Abende müssen aus gesundheitlichen Gründen leider abgesagt werden.
Wir verweisen sie auf die anderen Anlässe auf www.marriageweek.ch
Nehemia 2 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jim Bühler   
Mittwoch, den 04. März 2009 um 13:59 Uhr
10 Ach, Herr, sie gehören ja trotz allem zu dir; sie sind dein Volk, das du durch deine Macht und Stärke befreit hast. 11 Bitte erhöre doch mein Gebet und das Gebet aller, die dir dienen und dich ehren wollen. Und wenn ich beim König vorspreche, dann hilf mir, dass ich ein offenes Ohr bei ihm finde!" Denn ich war der Mundschenk des Königs.
Nehemia reist nach Jerusalem
1 Vier Monate waren seither vergangen.1 Eines Tages, als ich König Artaxerxes beim Essen Wein einschenkte und ihm den Becher reichte, fiel ihm auf, dass ich traurig aussah. Das war der König bei mir nicht gewohnt, 2 darum fragte er mich: "Warum siehst du so bedrückt aus? Du bist doch nicht etwa krank? Nein, irgendetwas belastet dich!" Ich erschrak heftig 3 und antwortete: "Lang lebe der König! Wie könnte ich fröhlich sein, wenn die Stadt, in der meine Vorfahren begraben sind, zerstört ist und ihre Tore in Schutt und Asche liegen?" 4 Da fragte mich der König: "Worum bittest du?" Ich flehte zum Gott des Himmels, 5 dann sagte ich: "Mein König! Wenn du es für richtig hältst und wenn du mir vertraust, dann sende mich nach Judäa in die Stadt, in der meine Vorfahren begraben liegen. Ich möchte sie wieder aufbauen." 6 Der König, neben dem die Königin saß, fragte mich: "Wie lange soll deine Reise dauern? Wann bist du wieder zurück?" Als ich ihm einen Zeitpunkt nannte, stimmte er zu. 7 Dann bat ich ihn: "Mein König, wenn du möchtest, so gib mir bitte Briefe an die Provinzstatthalter westlich des Euphrat mit, damit sie mir die Durchreise nach Judäa gestatten. 8 Außerdem bitte ich dich um ein Schreiben an Asaf, den Verwalter der königlichen Wälder, denn ich brauche Holz für die Torbalken der Burg am Tempel, für die Stadtmauer und für das Haus, in dem ich wohnen werde." Der König gab mir die Briefe, denn Gott stand mir bei. 9 Dann befahl Artaxerxes, dass eine Leibgarde von Offizieren und Soldaten mich begleiten sollte. So kam ich zu den Provinzstatthaltern westlich des Euphrat und übergab ihnen die Briefe des Königs. 10 Der Statthalter Sanballat aus Bet-Horon und Tobija, sein Beauftragter für die Provinz Ammon, wurden zornig, als sie hörten, dass jemand den Israeliten helfen wollte.
Nehemia sieht sich die Stadtmauer an
11 Schließlich kam ich nach Jerusalem. Nach drei Tagen 12 brach ich mitten in der Nacht auf, begleitet von einigen Männern; nur ich hatte ein Reittier dabei. Ich erzählte niemandem, welchen Auftrag Gott mir für Jerusalem gegeben hatte. 13 So verließ ich mitten in der Nacht die Stadt durch das Taltor, ritt in südlicher Richtung an der Drachenquelle vorbei und kam zum Misttor. Ich untersuchte die zerstörten Mauern und die niedergebrannten Tore. 14 Dann zog ich nach Norden zum Quelltor und zum Königsteich. Als mein Reittier keinen Weg mehr durch die Trümmer fand, 15 ritt ich trotz der Dunkelheit das Flusstal aufwärts und untersuchte von dort aus die Mauer. Schließlich kehrte ich um und kam durch das Taltor wieder in die Stadt zurück.
Gespräche mit den führenden Männern
16 Die führenden Männer Jerusalems wussten nicht, wohin ich gegangen war und was ich getan hatte, denn ich hatte ihnen, den Priestern und allen, die beim Wiederaufbau mithelfen sollten, noch nichts von meinem Vorhaben erzählt. 17 Jetzt aber sagte ich zu ihnen: "Ihr seht selbst unser Elend: Jerusalem ist ein einziger Trümmerhaufen, die Stadttore liegen in Schutt und Asche. Kommt, lasst uns die Mauer wieder aufbauen, damit wir nicht länger dem Gespött der Leute preisgegeben sind!" 18 Ich erzählte ihnen, wie Gott mir geholfen und was der König von Persien mir versprochen hatte. Da erklärten sie: "Gut, wir wollen beginnen!", und machten sich entschlossen an die Arbeit. 19 Als Sanballat, Tobija und der Araber Geschem davon hörten, lachten sie uns aus und spotteten: "Da habt ihr euch ja einiges vorgenommen! Wollt ihr euch etwa gegen den König auflehnen?" 20 Ich entgegnete ihnen: "Der Gott des Himmels wird unser Vorhaben gelingen lassen. Wir tun nur, was er von uns möchte; darum werden wir mit dem Bau beginnen. Ihr aber habt kein Anrecht auf Grund und Boden in Jerusalem, und auch aus der Vergangenheit könnt ihr keinerlei Anspruch erheben."
Liebe Gemeinde
Letzten Sonntag haben wir mit der Serie Nehemia begonnen. Nehemias Vorfahren waren aus Juda deportiert nach Babylon. Mittlerweile gehörte das Babylonische Reich den Persern. Nehemia ist am persischen Hof Mundschenk. Es geht im gut. Glanzkarriere. Er könnte unbeschwert und zufrieden sein. Das ist er. Bis sein Bruder aus Juda bei ihm einen Besuch abstattet. Und er fragt ihn: Wie geht’s Jerusalem…. Der Bericht den er da erhält, der haut ihn um… Weinen, trauern, fasten, beten….. 4 Monate lang…
Ich möchte nochmals in das Gebet hineinschauen, das uns Nehemia überliefert. In Nehemia 1, 11 betet Nehemia: Bitte erhöre doch mein Gebet und das Gebet aller, die dir dienen und dich ehren wollen. Und wenn ich beim König vorspreche, dann hilf mir, dass ich ein offenes Ohr bei ihm finde!"

10 Ach, Herr, sie gehören ja trotz allem zu dir; sie sind dein Volk, das du durch deine Macht und Stärke befreit hast. 11 Bitte erhöre doch mein Gebet und das Gebet aller, die dir dienen und dich ehren wollen. Und wenn ich beim König vorspreche, dann hilf mir, dass ich ein offenes Ohr bei ihm finde!" Denn ich war der Mundschenk des Königs. 


Nehemia reist nach Jerusalem 
1 Vier Monate waren seither vergangen.1 Eines Tages, als ich König Artaxerxes beim Essen Wein einschenkte und ihm den Becher reichte, fiel ihm auf, dass ich traurig aussah. Das war der König bei mir nicht gewohnt, 2 darum fragte er mich: "Warum siehst du so bedrückt aus? Du bist doch nicht etwa krank? Nein, irgendetwas belastet dich!" Ich erschrak heftig 3 und antwortete: "Lang lebe der König! Wie könnte ich fröhlich sein, wenn die Stadt, in der meine Vorfahren begraben sind, zerstört ist und ihre Tore in Schutt und Asche liegen?" 4 Da fragte mich der König: "Worum bittest du?" Ich flehte zum Gott des Himmels, 5 dann sagte ich: "Mein König! Wenn du es für richtig hältst und wenn du mir vertraust, dann sende mich nach Judäa in die Stadt, in der meine Vorfahren begraben liegen. Ich möchte sie wieder aufbauen." 6 Der König, neben dem die Königin saß, fragte mich: "Wie lange soll deine Reise dauern? Wann bist du wieder zurück?" Als ich ihm einen Zeitpunkt nannte, stimmte er zu. 7 Dann bat ich ihn: "Mein König, wenn du möchtest, so gib mir bitte Briefe an die Provinzstatthalter westlich des Euphrat mit, damit sie mir die Durchreise nach Judäa gestatten. 8 Außerdem bitte ich dich um ein Schreiben an Asaf, den Verwalter der königlichen Wälder, denn ich brauche Holz für die Torbalken der Burg am Tempel, für die Stadtmauer und für das Haus, in dem ich wohnen werde." Der König gab mir die Briefe, denn Gott stand mir bei. 9 Dann befahl Artaxerxes, dass eine Leibgarde von Offizieren und Soldaten mich begleiten sollte. So kam ich zu den Provinzstatthaltern westlich des Euphrat und übergab ihnen die Briefe des Königs. 10 Der Statthalter Sanballat aus Bet-Horon und Tobija, sein Beauftragter für die Provinz Ammon, wurden zornig, als sie hörten, dass jemand den Israeliten helfen wollte. 

Nehemia sieht sich die Stadtmauer an 
11 Schließlich kam ich nach Jerusalem. Nach drei Tagen 12 brach ich mitten in der Nacht auf, begleitet von einigen Männern; nur ich hatte ein Reittier dabei. Ich erzählte niemandem, welchen Auftrag Gott mir für Jerusalem gegeben hatte. 13 So verließ ich mitten in der Nacht die Stadt durch das Taltor, ritt in südlicher Richtung an der Drachenquelle vorbei und kam zum Misttor. Ich untersuchte die zerstörten Mauern und die niedergebrannten Tore. 14 Dann zog ich nach Norden zum Quelltor und zum Königsteich. Als mein Reittier keinen Weg mehr durch die Trümmer fand, 15 ritt ich trotz der Dunkelheit das Flusstal aufwärts und untersuchte von dort aus die Mauer. Schließlich kehrte ich um und kam durch das Taltor wieder in die Stadt zurück. 
Gespräche mit den führenden Männern 
16 Die führenden Männer Jerusalems wussten nicht, wohin ich gegangen war und was ich getan hatte, denn ich hatte ihnen, den Priestern und allen, die beim Wiederaufbau mithelfen sollten, noch nichts von meinem Vorhaben erzählt. 17 Jetzt aber sagte ich zu ihnen: "Ihr seht selbst unser Elend: Jerusalem ist ein einziger Trümmerhaufen, die Stadttore liegen in Schutt und Asche. Kommt, lasst uns die Mauer wieder aufbauen, damit wir nicht länger dem Gespött der Leute preisgegeben sind!" 18 Ich erzählte ihnen, wie Gott mir geholfen und was der König von Persien mir versprochen hatte. Da erklärten sie: "Gut, wir wollen beginnen!", und machten sich entschlossen an die Arbeit. 19 Als Sanballat, Tobija und der Araber Geschem davon hörten, lachten sie uns aus und spotteten: "Da habt ihr euch ja einiges vorgenommen! Wollt ihr euch etwa gegen den König auflehnen?" 20 Ich entgegnete ihnen: "Der Gott des Himmels wird unser Vorhaben gelingen lassen. Wir tun nur, was er von uns möchte; darum werden wir mit dem Bau beginnen. Ihr aber habt kein Anrecht auf Grund und Boden in Jerusalem, und auch aus der Vergangenheit könnt ihr keinerlei Anspruch erheben." 


Liebe Gemeinde 

Letzten Sonntag haben wir mit der Serie Nehemia begonnen. Nehemias Vorfahren waren aus Juda deportiert nach Babylon. Mittlerweile gehörte das Babylonische Reich den Persern. Nehemia ist am persischen Hof Mundschenk. Es geht im gut. Glanzkarriere. Er könnte unbeschwert und zufrieden sein. Das ist er. Bis sein Bruder aus Juda bei ihm einen Besuch abstattet. Und er fragt ihn: Wie geht’s Jerusalem…. Der Bericht den er da erhält, der haut ihn um… Weinen, trauern, fasten, beten….. 4 Monate lang… 
Ich möchte nochmals in das Gebet hineinschauen, das uns Nehemia überliefert. In Nehemia 1, 11 betet Nehemia: Bitte erhöre doch mein Gebet und das Gebet aller, die dir dienen und dich ehren wollen. Und wenn ich beim König vorspreche, dann hilf mir, dass ich ein offenes Ohr bei ihm finde!"

Für Nehemia ist klar, Gott will mich an dieser Stelle gebrauchen 

Und wenn ich beim König vorspreche, dann hilf mir, dass ich ein offenes Ohr bei ihm finde!" 

Nehemia weint, trauert, betet und fastet um Jerusalem…. 4 Monate lang… Und in dieser Zeit reift in ihm der Entschluss, die Sicht, die Vision, dass Jerusalem etwas mit ihm zu tun hat. Und er spürt, dass Gott ihn gebrauchen will. Gott will ihn gebrauchen, um seine Vision, um seinen Gedanken zu verwirklichen von einer liebevollen Gemeinschaft, die ihn anbetet, die nach ihm fragt und die sichtbare Zeichen setzt in dieser Welt! 

Und Nehemia ist klar, dass es nicht zufällig ist, dass er da am persischen Hof ist. Nehemia rechnet damit, dass er Bedeutung hat für das Reich Gottes in seinem Umfeld. 

Nehemia geht davon aus, dass er als Mundschenk eine Bedeutung hat für das Reich Gottes. 

Für Nehemia ist das nicht einfach der Job um die Brötchen zu verdienen. Für ihn ist klar, dass Gott ihn dort gebrauchen will. 

Und da denke ich müssen wir jetzt einfach einmal stehen bleiben. Du gehst jeden Tag ins Büro, in die Werkstatt, in die Schule oder wo auch immer… Was hast du dazu für eine Einstellung? Tust du deinen Job einfach um dir die Brötchen zu verdienen oder hast du eine grössere Perspektive? Viele Christen leben in so einer zweigeteilten Wirklichkeit. Da sind die geistlichen Dinge, die geschehen am Sonntag morgen in der Church, im Hauskreis oder in deiner Stillen Zeit und dann ist da dein Alltag, der hat mit der anderen Wirklichkeit nichts zu tun. Bei Nehemia war das nicht so…. Nehemia betete. Nehemia fastete. – er pflegte also ein geistliches Leben und er ging selbstverständlich davon aus, dass er in seinem Berufsalltag von Gott hingestellt wurde, um für Gottes Reich brauchbar zu sein. 

Viele Christen warten auf die grosse Berufung. Wenn Gott mir dann einen Auftrag hat, dann bin ich dann schon bereit…. Vielleicht schickt er mich ja an eine Bibelschule, vielleicht kommt ja dann doch mal noch den Ruf in die Mission… Alles gute Dinge, ich will die gar nicht madig machen. Aber du lebst heute hier und jetzt und du bist in deinem Job in deinem Alltag ein Gesandter, eine Gesandte Gottes. Du hast dort Bedeutung für das Reich Gottes…. Lass dich gebrauchen! Wenn du morgen ins Büro fährst oder in die Schule. Wenn du morgen deinen Kindern das Frühstück und den Znüni bereitstellst… Sag dir du bist „in his majesty service!“ In deinem Alltag kann und will Gott dich gebrauchen, um seine Vision umzusetzen. Und bete doch jeden Morgen auf deinem Arbeitsweg o. deinem Schulweg: Herr ich stehe dir zur Verfügung – lass es gelingen! Du wirst coole Dinge erleben! 

„Zeugnis Peter Wolf“

Nehemias Kühnheit 

1 Eines Tages, als ich König Artaxerxes beim Essen Wein einschenkte und ihm den Becher reichte, fiel ihm auf, dass ich traurig aussah. Das war der König bei mir nicht gewohnt, 2 darum fragte er mich: "Warum siehst du so bedrückt aus? Du bist doch nicht etwa krank? Nein, irgendetwas belastet dich!" Ich erschrak heftig 3 und antwortete: "Lang lebe der König! Wie könnte ich fröhlich sein, wenn die Stadt, in der meine Vorfahren begraben sind, zerstört ist und ihre Tore in Schutt und Asche liegen?" 4 Da fragte mich der König: "Worum bittest du?" Ich flehte zum Gott des Himmels, 5 dann sagte ich: "Mein König! Wenn du es für richtig hältst und wenn du mir vertraust, dann sende mich nach Judäa in die Stadt, in der meine Vorfahren begraben liegen. Ich möchte sie wieder aufbauen." 6 Der König, neben dem die Königin saß, fragte mich: "Wie lange soll deine Reise dauern? Wann bist du wieder zurück?" Als ich ihm einen Zeitpunkt nannte, stimmte er zu. 7 Dann bat ich ihn: "Mein König, wenn du möchtest, so gib mir bitte Briefe an die Provinzstatthalter westlich des Euphrat mit, damit sie mir die Durchreise nach Judäa gestatten. 8 Außerdem bitte ich dich um ein Schreiben an Asaf, den Verwalter der königlichen Wälder, denn ich brauche Holz für die Torbalken der Burg am Tempel, für die Stadtmauer und für das Haus, in dem ich wohnen werde." Der König gab mir die Briefe, denn Gott stand mir bei. 9 Dann befahl Artaxerxes, dass eine Leibgarde von Offizieren und Soldaten mich begleiten sollte. 


Nehemia betet, dass er Gelegenheit erhält, beim König vorzusprechen. Er hat schon eine Vertrauensstelle und dennoch hat er nicht das Recht irgendetwas einzufordern. 

Nehemia tut seinen Job. Der König bemerkt, dass er „depro“ drauf ist. Und das sieht hier so seelsorgerlich einfühlsam aus. "Warum siehst du so bedrückt aus? Du bist doch nicht etwa krank? Nein, irgendetwas belastet dich!" Wer spricht hier? Der Boss oder der Psychotherapeut? 

Nehemia freut sich gar nicht über die einfühlsame Art seines Chefs. Er erschrak heftig. Warum? Weil er vor lauter Schmerz über Jerusalem seine Professionalität vernachlässigte. Der Mundschenk hatte für gute Stimmung zu sorgen. Der Mundschenk hatte gefälligst fröhlich zu sein. Er erschrak heftig. Aber der König fragt ihn: "Worum bittest du?" Er, der Mundschenk, er hätte gar nichts zu bitten gehabt. Aber da hat Gott ihm das Gebet erhört. Gott schenkt Nehemia eine Gelegenheit. Und dann steht da: Ich flehte zum Gott des Himmels,… 

Stossgebet! Herr… Jetzt lass es mich nicht vermasseln. Herr, jetzt hilf! So wie der Junge, wenn er seiner Angebeteten seine Liebe gesteht…. Wie der Prüfling bei der mündlichen Prüfung…. 

Stossgebete! Es ist gut, dass Gott auch für unsere Stossgebete offene Ohren hat. 

Jetzt wird er mutig:  "Mein König! Wenn du es für richtig hältst und wenn du mir vertraust, dann sende mich nach Judäa in die Stadt, in der meine Vorfahren begraben liegen. Ich möchte sie wieder aufbauen." 

Hey König, ich habe einen Traum, ich habe eine Vision. Ich will etwas tun. Jerusalem liegt am Boden und das macht mich fertig. Aber ich will etwas tun, ich will Hand anlegen. Ich habe ein konkretes Ziel, ein konkretes Projekt.  Und ich brauche deine Hilfe! Ganz schön frech. Ganz schön keck. Ganz schön mutig. Und Nehemia nennt ganz konkret, was er vom König gebrauchen kann. Der König hat königliche Wälder – Holz auf Steuerkosten. Vollmachten, Bestätigungen, Bewilligungen. Und der König gibt ihm noch eine Truppe Bodyguards mit. Sehr sehr kühn, was Nehemia hier alles vorbringt und verlangt. 

Wir lesen nichts von einem konkreten Berufungserlebnis. Wir lesen einfach, dass der Vision, dem Aufbruch nach Jerusalem ein tiefer Schmerz vorausgegangen ist. Eine Trauerzeit. Eine Zeit des Betens und Fastens. Und Nehemia fühlt sich von Gott gerufen. Nehemia weiss jetzt bin ich gefragt – da ist Gottes Auftrag. 

Wer von Gott beauftragt ist, muss sich nicht verstecken. Wer von Gott beauftragt ist, darf grosse Visionen haben. Wer von Gott beauftragt ist, soll überlegt, weise aber auch konkret um die nötigen Ressourcen bitten. 

Johann Friedrich Spittler der Gründer der Pilgermission St. Chrischona soll gesagt haben: 

  • Das Geld ist vorhanden – es ist einfach noch in den falschen Taschen ----
  • Die Reichen werden mir im Himmel einmal dankbar sein für jedes Fränkli, dass ich ihnen aus der Tasche gezogen habe….   

Ich dachte so in meiner Vorbereitung: Das müssten wir wieder neu lernen. Wir haben uns an den Rand drängen lassen. Wir bemühen uns um Relevanz. 

Aber müssten wir nicht viel kecker, viel mutiger, viel entschlossener auftreten? Wir glauben, dass Gott ein Herz hat für die Menschen hier am Untersee. Wir möchten eine Gemeinde bauen, die Gottes Vision im Herzen trägt: Liebevolle Gemeinschaft, leidenschaftliche Anbetung, herzhafte Hingabe, Jüngerschaft die Persönlichkeiten wachsen und reifen lässt und ein Feuer und eine Retterliebe für Menschen, die an ihrer Lebensbestimmung vorbei gehen. 

Wir leiden über eine Jugend, die ohne Perspektive lebt. Wir leiden über eine Jugend, der wir vorgelebt haben, dass der Lebenssinn vor allem aus Konsum besteht. Und als Gemeinde wollen wir unserer Gemeindejugend helfen, dass sie dem begegnen kann. Die Jugendlichen sind dran am Träumen, am Planen…. Aus dieser Werkstatt hier unten soll ein Begegnungsraum werden für Jugendliche. Es soll ein Raum werden, wo Jugendliche ihre Art von Gemeinschaft leben können. Wir träumen davon, dass unsere Jugendlichen mit Stolz, Kühnheit und einer gewissen Frechheit Kirche leben. Wir träumen davon, dass wir Zugang erhalten zu jungen Menschen. Wir träumen davon, dass Jugendliche kommen und sagen: Bei euch finde ich eine Gemeinschaft die hat so was von himmlischer Qualität die finde ich sonst nirgends. Wir glauben, dass wir mit diesen Ideen und Träumen mitten in Gottes Vision sind. Gott will nicht, dass eine Generation vor die Hunde geht. Gott hat ein Herz für junge Menschen. 

Und wenn das so ist, dann sollten wir kühn, keck und frech, wie Nehemia auftreten. Wir haben ein Projekt – wir brauchen Ressourcen. Nehemia hat die Ressourcen zunächst nicht bei seinen Landsleuten geholt. Wir werden Sponsoren anfragen. Wir werden die politischen Behörden anfragen. Ich weiss, dass das nicht einfach ist in der heutigen Zeit. Das Geld sitzt niemandem locker. Aber wenn wir überzeugt sind, dass wir hier in der Vision Gottes drin sind, dann hat Gott die Ressourcen bereit. Es ist auch ein Akt des Glaubens und des Vertrauens zu wagen, zu gehen. Ihr lieben Jugendlichen ich möchte euch Mut machen – GO FOR IT!!!! 

Leute, wir sind eine kleine Gemeinde. Ich glaube nach wie vor, dass Gott ein Herz hat für die Menschen am Untersee. Hinter den teilweise sehr schönen Häuserfassaden hier, gibt es ganz viel Schutt und Asche. Ich glaube, dass Gott uns als Kirche noch einmal in eine neue Dimension hinein führt. Ich glaube wir dürfen uns nochmals mutig, keck und auch entschlossen aufstehen und sagen: Wir sind „ä Chile wo läbt“. Wir möchten liebevolle Gemeinschaft leben. Wir möchten einander annehmen, Vergebung und Versöhnung leben in unseren Beziehungen nicht nur darüber reden. Wir möchten Gott leidenschaftlich anbeten und  Gott darum bitten, dass er uns in eine Leidenschaft hineinführt. Wir möchten, dass der Sonnenhof aus allen Nähten platzt. Und wir stehen auf. Wir bekennen uns zu Jesus. Und ich wünsche uns, dass es uns nicht mehr peinlich ist, dass wir Sunnehöfler sind. Ich wünsche dir und mir, dass wir mutig, keck und vielleicht auch neu und alternativ denken… 

Mut, Keckheit, Entschlossenheit, Kühnheit! 

Wir spüren, dass Gott uns irgendwie ruft, nicht nur zu predigen, sondern die Liebe Gottes auch ganz praktisch glaubwürdig zu leben und unseren Beitrag für Steckborn zu leisten. 

Betet bitte mit! Fragt Gott! Teilt uns Eure Eindrücke! 

Und wenn Gott uns ruft, dann wollen wir kühn, mutig und entschlossen gehen! 

 11 Schließlich kam ich nach Jerusalem. Nach drei Tagen 12 brach ich mitten in der Nacht auf, begleitet von einigen Männern; nur ich hatte ein Reittier dabei. Ich erzählte niemandem, welchen Auftrag Gott mir für Jerusalem gegeben hatte. 13 So verließ ich mitten in der Nacht die Stadt durch das Taltor, ritt in südlicher Richtung an der Drachenquelle vorbei und kam zum Misttor. Ich untersuchte die zerstörten Mauern und die niedergebrannten Tore. 14 Dann zog ich nach Norden zum Quelltor und zum Königsteich. Als mein Reittier keinen Weg mehr durch die Trümmer fand, 15 ritt ich trotz der Dunkelheit das Flusstal aufwärts und untersuchte von dort aus die Mauer. Schließlich kehrte ich um und kam durch das Taltor wieder in die Stadt zurück. 

Nehemia teilt niemandem seine Pläne mit. Nehemia zieht nicht mit wehenden Fahnen in Jerusalem ein. Nehemia lässt sich die Situation auch nicht schlidern. Nein, Nehemia macht sich selbst ein Bild. Er analysiert ganz nüchtern die Situation – eine ganz nüchterne Situationsanalyse. Nehemia denkt nach. Nehemia schaut sich die Sachlage an. Nehemia macht eine Bestandesaufnahme, eine Analyse. Er denkt nach. Er überlegt sich, wie man den Aufbau am Geschicktesten tun könnte. 

In den christlichen Gemeinden machen wir manchmal fälschlicherweise zwei Alternativen. Da sind die einen, die betonen das Geistliche. Wir müssen beten und dann voll Heiligen Geistes sein dann kommt’s schon gut. Und auf der anderen Seite sind die strategischen Leiter. Sie analysieren, denken, studieren und schmieden Pläne. Wir machen oft zwei Alternativen. BETEN ODER DENKEN. 

Geistleitung oder Planung… 

Bei Nehemia sehen wir diese Alternativen nicht. Er bringt beides zusammen. 4 Monate lang weinen, beten, fasten…. 

Beten, hören… Ja das müssen wir unbedingt. Das ist nicht einfach nur eine Übung für supergeistliche, abgespacte Überflieger. 

Aber wir müssen auch analysieren, nachdenken, planen. 

Menschen, die dies tun, werden gerne kritisiert – Machbarkeitswahn, man kann doch eine Gemeinde nicht wie eine Firma führen… 

Hören wir doch auf mit diesen unseligen Alternativen. 

Ich schaue mir gerne andere Gemeinden an. Ich schaue ganz gerne, wie leben andere die Vision Gottes von einer liebevollen Gemeinschaft, die leidenschaftlich anbetet. Ich schaue gerne. Ich lese auch gerne Gemeindebaubücher. Man kann lernen und ich will ein Lernender bleiben. Aber ich kann nie einfach hingehen und sagen: Das ist jetzt die Methode – wenn ich’s so und so mache, dann funktioniert’s… 

Bei Nehemia steht am Anfang der Schmerz… Bei den meisten christlichen Initiativen und Bewegungen steht am Anfang ein Schmerz, ein Leiden... und das kann ich nicht einfach kopieren. Beten, fasten – Herr, gib uns dein Herz, gib uns deine Augen, gib uns deine Sicht über die Menschen am Untersee… Dann hinschauen. Analysieren… Wo drückt der Schuh, welche Fragen haben die Menschen heute…. 

Die Frage „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?“ das ist wohl nicht die Frage der meisten Menschen heute. Aber vielleicht ist’s die Frage: Wie gehe ich mit Unrecht und Verletzungen um? Warum schaffen wir’s nicht eine Beziehung am Leben zu halten?... Und viele Menschen haben die modernen Rezepte und Konzepte längst satt: nur positiv denken, suche die Ressourcen in dir… Und da meine ich, hätten wir schon was zu sagen. 

  • Rechne damit, dass du in deinem alltäglichen Umfeld für Gottes Reich gebraucht wirst.
  • Sei mutig, kühn und entschlossen!
  • Beten und nachdenken – sowohl als auch und nicht entweder oder….

A M E N 



Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 15. November 2009 um 23:11 Uhr
 

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