| Du bist reich – Epheser 1, 1-14 |
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| Geschrieben von: Jim Bühler | ||||
| Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 10:35 Uhr | ||||
Seite 1 von 2 Ihr lieben Heiligen
Schon zehn Tage alt ist das neue Jahr. In den letzten Jahren habe ich jeweils meine erste Predigt im neuen Jahr der Jahreslosung gewidmet. Zur Jahreslosung „Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich.“ Dazu habe ich letzten Sonntag einiges gesagt. Ich möchte die Tradition heute brechen. Ich möchte heute eine Serie zum Epheserbrief beginnen. Und ich möchte euch heute auch mitnehmen in Überlegungen, die wir uns als Gemeindeleitung gemacht haben. Ich möchte euch heute auch anhand des Bibeltextes zeigen, worauf wir uns in diesem Jahr konzentrieren wollen. Letzten Herbst haben wir als Gemeinde diese NGE-Analyse gemacht. Das ist eine umfassende Untersuchung, die aufgrund von 8 Qualitätsmerkmalen sagt, wie gesund eine Gemeinde dasteht. Es wurden unter Euch sehr umfassende Fragebogen verteilt. Und unter uns war die Betroffenheit sehr gross, als wir das Resultat bekannt gaben. Das Qualitätsmerkmal „Leidenschaftliche Spiritualität“ ist gemäss dieser Analyse ziemlich im Keller. Wir können darüber diskutieren, ob die Fragen falsch verstanden wurden, ob wir „Leidenschaftliche Spiritualität“ anders nennen können. Aber letztlich meine ich, spüre ich eine Sehnsucht unter uns, dass es auch anders sein könnte. Wir wünschen uns doch alle, dass die Freude am Herrn unsere Stärke ist. Dass wir uns nicht selbst und auch nicht einander unter Druck setzen müssen, mit verbissenen Zähnen einander zu dienen, sondern dass wir, wenn wir dienen, von innen heraus motiviert sind. Wir haben miteinander den Eindruck, dass vieles gut läuft, dass wir miteinander als Kirche viel Gutes tun. Wir engagieren uns. Fast alle engagieren sich irgendwo. Aber wir haben auch stark den Eindruck, dass unsere Motivation oft vielmehr das gut-schweizerische und pietistische Pflichtbewusstsein ist, als die Freude am Herrn, die unsere Stärke ist. Ich persönlich habe ganz stark die Evangelisation auf dem Herzen. Ich bin überzeugt, dass das Beste, was einem Menschen passieren kann ist, wenn er sich öffnet für Jesus und Sündenvergebung und Gnade von Jesus Christus annimmt und ein neues Leben in der Beziehung zu Jesus Christus beginnt. Diese Überzeugung habe ich nach wie vor. Aber vielleicht haben wir auch da und dort Druck erzeugt. Vielleicht haben wir euch auch missbraucht für unsere Ziele. Wo das geschehen ist, da möchte ich mich entschuldigen. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass Gott unsere Kirche hier am Untersee hingepflanzt hat, weil er durch diese Kirche an den Menschen der Unterseeregion begegnen will. Und weniger, weil er sich einen gemütlichen Kuschelclub in Steckborn wünscht. Aber ich möchte nicht, dass wir einander unter Druck setzen. Ich möchte nicht, dass du etwas tun musst, das dir völlig zuwider läuft. Ich wünsche mir, dass wir uns wirklich entspannen. Ich wünsche mir, dass wir selbst im Evangelium gegründet sind. Ich wünsche mir, dass wir miteinander staunen lernen. Ich träume davon, dass wir uns neu verstehen lernen, als geliebte Kinder Gottes. Wir sind in erster Linie zur Kindschaft berufen – Gott geniessen. In einer Liebesbeziehung mit ihm stehen. Und uns nicht immer als die Krampfer und Kämpfer Gottes zu verstehen. Wenn wir das Staunen wieder lernen, dann habe ich keine Angst, dass wir einschlafen und passiv werden. Dann kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus und werden dann von innen heraus aktiv. Ich möchte im 2010 in meiner persönlichen Spiritualität, aber auch hier als Prediger vielmehr das Sein betonen, als das Tun.
Und darum möchte ich das Jahr anfangen mit einer Predigt-Serie zum Epheserbrief. (Bibel aufschlagen – eigene Bibel mitbringen!). Ephesus war zu neutestamentlicher Zeit eine bedeutende Handelsstadt in Kleinasien – mitten in der heutigen Türkei. Diese Stadt hat geblüht. Da gab es eine ca. 11m breite Strasse vom Hafen in die Stadt. Paulus war auf seiner dritten Missionsreise dort. In Apg. 19 und 20 kann man das nachlesen. Paulus predigt in der Synagoge. Er predigt also unter Juden. Drei Monate lang und dann kriegt er Schwierigkeiten. Dann darf in einer Schule predigen. Die Schule gehört einem Tyrannus. (ob ihm die Schüler diesen Namen gaben?) |
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 23. Januar 2010 um 07:36 Uhr |
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