| Du bist reich - Augen auf! Eph. 1,15-23 |
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| Geschrieben von: Bühler Jim |
| Montag, den 18. Januar 2010 um 14:21 Uhr |
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Du bist reich! Mach die Augen auf! Eph. 1,15-23 Eine kleine Gemeinde trifft sich. Ein Gemeindegebäude gibt es nicht. Man trifft sich in einem Wohnhaus. Die Gemeinde ist sehr klein. Nur ein paar Leute. Sie begrüssen sich herzlich. Eine sehr warmherzige Atmosphäre. Man spürt, die lieben sich wirklich. Doch irgendwie wirken sie auch etwas verunsichert. Ist ja klar. So eine kleine harmlose Schar. In der grossen Stadt. Was wollen die schon ausrichten? Mit ihrem Jesus… Da liegen sie gar nicht im Trend. Trendy sind die Philosophen. Die griechischen Gelehrten. Und sehr sexy ist der Artemis-Kult. Einen Riesentempel. Der sticht ins Auge. Ein Mega-Business…. Was ist da schon eine kleiner Haufen von Christen. Was richten die schon an. Sie werden kaum gesehen. Sie haben keine „Location.“ Hocken in der Stube auf dem Boden. Doch dann zückt einer einen Brief und beginnt vorzulesen. Der Brief ist von Paulus. Und er nennt den kleinen unbedeutenden Haufen „Ihr Heiligen“. Und dann fährt er fort mit einer worship-Hymne, worin aufzählt, was einem mit Jesus alles geschenkt ist. Wir sind erwählt, das gibt Würde, wir sind erlöst, wir sind Erben des Reiches Gottes, wir empfangen den Heiligen Geist als Unterpfand, als Anzahlung und als Siegel. Ephesians 1:15 - 2:1 15 Darum auch ich, nachdem ich gehört habe von dem Glauben bei euch an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen, 16 höre ich nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet, 17 daß der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen. 18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist 19 und wie überschwenglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, 20 mit der er in Christus gewirkt hat. Durch sie hat er ihn von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel 21 über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. 22 Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, 23 welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.
Augen, die sehen, was Gott getan hat! Ach wie muss das wohltuend gewesen sein für die Gemeinde in Ephesus. Das ging runter wie Öl. Paulus schreibt: Ich habe viel Gutes über euch gehört. Euer Glaube an den Herrn Jesus – ihr seid dran geblieben. Und das äussert sich in der Liebe, die ihr untereinander und zu andern Christen habt. Paulus sagt: Ich kann nicht aufhören zu danken für euch. Wow. Und noch ein Gedanke: Deine Liebe zum Herrn dokumentiert sich in der Liebe zu deinen Glaubensgeschwistern. Dort wird’s sichtbar. Bitte um Augen, die Gott erkennen Das Sprichwort sagt: Man kauft die Katze nicht im Sack. Und damit will der Volksmund sagen: Blindes Vertrauen ist dumm. Wer blind vertraut, wer nicht nachprüft ist selber schuld, wenn er auf die Schnauze fällt oder über den Tisch gezogen wird. Die mitteleuropäische Lebensphilosophie lautet: Blindes Vertrauen ist dumm. Also bitte nicht zu viel Vorschussvertrauen – immer etwas Misstrauen. Nun, wenn blindes Vertrauen dumm ist, wie steht es denn mit unserem Glauben. Wir glauben an den unsichtbaren Gott. Setzen wir unser blindes Vertrauen in das Evangelium? Das könnte ja auch ganz schön ins Auge gehen. Da müssen wir uns noch einmal vor Augen führen, wo dieser Brief geschrieben wurde. Paulus sitzt im Gefängnis. Er macht also grad ein hartes Kapitel seiner Biographie durch. Und wahrscheinlich sieht er auch sein Ende kommen –seine Henker sind wohl schon bereit. Nicht gerade bezaubernde Aussichten. Und in dieser Situation dankt Paulus für die Christen, für die Gemeinde in Ephesus und er bittet für sie. Er ist ein Fürbitter. Das ist ein Lifestyle. Er steckt mitten in der „Scheisse“ und da hat er die Nerven nicht bloss an sich zu denken oder gar nicht an sich, sondern an die andern, an die Gemeinden, an die Christen zu denken. Leute das ist wahre Freiheit. Wenn ich befreit bin, immer zuerst an mich denken zu müssen, immer Angst zu haben, ich könnte zu kurz kommen…. Davon ist Paulus befreit. ER ist befreit zum andern, zum Nächsten… Er betreibt nicht Nabelschau. Auch wenn er irgendwo in einem Kerker sitzt und ihm die vier Wände eng werden und die Decke auf den Kopf fällt, so sieht er nicht sich, sondern den andern. Und er bittet für die Epheser. Und wofür bittet er? Er bittet Gott, dass er dieser Gemeinde den Geist der Weisheit und den Geist der Offenbarung schenken möge. Wozu das? Damit sie IHN erkennen. Ja – Glaube ist ein Wagnis, es ist ein Abenteuer, es braucht Mut. Aber Glaube ist nicht einfach blindes Vertrauen. Es geht nicht darum: Augen zu und durch und den Sprung ins Bodenlose zu wagen. Nein. Paulus bittet darum, dass sie Gott erkennen. Paulus bittet um Gotteserkenntnis. Was ist das? Jemanden kennen, jemanden erkennen… das deutet auf eine Beziehung hin. Bevor ein Paar heiratet gibt es die Freundschaftszeit. Die Freundschaft dient dazu, sich besser kennen zu lernen. Wenn man das Wagnis einer verbindlichen Beziehung eingeht, sollte man den andern kennen. Wenn man den andern kennt, kann man leichter vertrauen. Gottes Geist der Weisheit und Offenbarung sind ein Geschenk, damit wir Gott erkennen. Geistliche Gaben sind immer ein Geschenk. Du kannst und musst es dir nicht erkrampfen. Wenn es dir schwer fällt Gott zu vertrauen, dann bitte um den Geist der Weisheit und der Offenbarung, dass du Gott erkennst. Erkennen ist nicht eine bloss intellektuelle Angelegenheit. Christen sind nicht hirnamputierte denkunfähige Menschen. Nein, das Intellektuelle, das Denken soll und darfst du beim Glauben nicht ausschalten. Aber Erkenntnis ist eben auch ein Beziehungsbegriff. Wenn ich jemanden kenne, kennenlerne, erkenne, wiedererkenne, dann entsteht eine Beziehung zwischen mir und ihm. Und genau darum geht es im christlichen Glauben. Herzens-Augen Paulus bittet darum, dass die Gemeinde in Ephesus Gott erkennt und dass die Augen des Herzens erleuchtet seien. Wie äussert sich das, wenn jemand Gott erkennt und wenn jemand erleuchtete Herzensaugen hat? Augen auf für die Hoffnung zu der wir berufen sind Hoffnung – Wenn die Bibel von Hoffnung spricht, dann meint sie nicht etwas Wages, wie wenn du sagst: Ich hoffe, dass es am Sonntag nicht regnet. Wenn die Bibel von Hoffnung spricht, dann meint sie eine feste Zuversicht, die ihre Begründung in Jesus Christus hat. Das Ziel dieser Hoffnung ist das ewige Leben, das Gott denen schenkt, die das Evangelium vom gestorbenen und auferstandenen Jesus Christus für sich persönlich nehmen. Ja das braucht Demut, zu bekennen: Ich bin einer der es nötig hat, dass Jesus Christus für mich stirbt. Wenn ich das Jesus bekenne, ihn einlade, dass er als Hoffnung, als Heilsbringer in mein Leben kommt, dann kann ich wirklich Hoffnung haben. Eine Hoffnung, die auf einem festen Grund steht. Die Hoffnung gilt schon in der Gegenwart. Sie weist allerdings in die Zukunft – das Reich Christi wird kommen. Augen auf für den Reichtum seiner Herrlichkeit In seiner Lobeshymne in den Versen 3-14 malt Paulus den Briefempfängern in den schönsten Farben vor Augen, was in Christus geschenkt ist. Und hier bittet er für die Christen, dass sie den Reichtum erkennen. Der geistliche Reichtum mit dem die Christen beschenkt sind, entspricht dem Wesen Gottes. Wenn die Herrlichkeit in Person Geschenke macht, dann sind das herrliche Geschenke. Augen auf für die Kraft Christi Und Paulus bittet um geöffnete Augen, dass die Christen die Kraft erkennen, die in den Glaubenden wirkt. Es ist dieselbe Kraft, die Jesus von den Toten auferstehen liess. Diese Kraft ist noch immer machtvoll. Es ist die Auferstehungskraft. Spätestens auf dem Friedhof sind wir Menschen mit unserem Latein am Ende. Aber die Kraft, die Jesus Christus von den Toten auferweckt hat, ist noch immer dieselbe Kraft. Menschen, die sich Jesus anvertrauen, werden mit ihm auferweckt zu einem neuen Leben, zu einem ewigen Leben, das heute schon beginnt und seine Fortsetzung findet nach dem biologischen Tod. Die Auferstehung von Jesus Christus – Ostern – das gibt unserem Glauben die Legitimation, den Sinn. Wenn Gott seinen Sohn aus dem Totenreich holen kann, dann gibt es heute keine hoffnungslosen Fälle. Dann kann er auch dir ein neues Leben schenken. Und wenn da vielleicht auch einiges durcheinander geraten ist, du vor grossen Problemen stehst oder irgendwo hoffnungslos geworden bist. Komm zu Jesus, komm zum Kreuz! Du kannst heute neu beginnen. Jesus möge dir die Kraft dazu schenken. Christus nicht aus den Augen verlieren Gott hat Christus den Ehrenplatz gegeben. Christus ist erhöht worden. Seine Stellung ist die Stellung über allen Grundgewalten, Mächten und Herrschaften. Jesus Christus ist Herr über die Schöpfung, er ist Herr über alle irdischen Mächte, aber auch Herr über alle Energien, kosmischen Wesen und übersinnlichen Kräften. Jesus Christus steht drüber. Also dann hör doch auf, irgendwelche Kräfte zu suchen, irgendwelche Energien anzuzapfen. Hör auf Geister zu rufen, die du 1. nicht kennst und von denen du überhaupt nicht weißt, ob sie wirklich vertrauenswürdig sind. Kehr um! Und beginne heute den König anzubeten, den Schöpfer und Herrscher über alle Mächte und Gewalten. Es gibt grosse Geborgenheit, wenn du die Identität eines Königskind hast, wenn du Freund des Pantokrators, dem Allherrschers bist. Die Gemeinde von Christus her sehen Jesus, der Allherrscher ist das Haupt über die Gemeinde und das ist ein Geschenk. Nicht Menschen stehen an der Spitze. Jesus selbst ist das Haupt. Und die Gemeinde ist sein Körper. Sie ist seine Fülle. Und er erfüllt alles in allen. Wenn die Bibel so über die christliche Gemeinde spricht. Wenn das Gottes Wort ist, und davon gehe ich aus, dann gibt Gott der Gemeinde einen Wert, eine Bedeutung, eine Identität. Wenn es menschlich vielleicht unscheinbar erscheint. Wenn in unseren Augen auch manche Unzulänglichkeit und Defizite da sind. Wenn wir bei den Qualitätsmerkmalen noch viel Potential haben. Gott gibt der Gemeinde den Stellenwert: Das ist der Körper Christi und die Fülle Christi ist in der Gemeinde. Man dann ist Gemeinde der Ort, wo sich Christus besonders veranschaulichen will. Durch die Gemeinde will Christus sich in dieser Welt verkörpern. Wenn Menschen die Christen, die Gemeinde sehen, können sie Christus sehen. Wenn du mit diesen Augen die Gemeinde siehst, dann kriegst du glänzende Augen, wenn du deinen Vordermann oder deinen Sitznachbarn anschaust. Die Gemeinde, die Kirche ist der Ort, wo es Jesus gefällt, besonders präsent zu sein. Und damit ist nicht ein Gebäude gemeint, sondern die Gemeinschaft der Glaubenden.
Vor diesen Wirklichkeiten, die wir nur mit den Augen des Herzens sehen können, sollten wir die Augen nicht verschliessen!
AMEN |
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 23. Januar 2010 um 07:35 Uhr |
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